Rechtsprechung / Amtsgericht München
Amtsgericht München Endurteil vom 26.09.2022 – 332 C 5697/22
Tenor
1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Klägerin hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.
3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.
Beschluss
Der Streitwert wird auf 25,00 € festgesetzt.
Gründe
Gemäß § 495a ZPO bestimmt das Gericht das Verfahren nach billigem Ermessen. Innerhalb dieses Entscheidungsrahmens berücksichtigt das Gericht grundsätzlich den gesamten Akteninhalt.
Die zulässige Klage ist nicht begründet.
Die Haftung der Beklagten dem Grunde nach zu 100 % ist zwischen den Parteien unstreitig, streitig ist allein die Frage, ob die Klägerin aus abgetretenem Recht, nach tatsächlich durchgeführter Reparatur weitere Reparaturkosten in Höhe von 25,00 € von den Reparaturkosten insgesamt laut Rechnung in Höhe von 2.714,76 € ersetzt verlangen kann.
Die Rechtsprechung zum Werkstattrisiko greift hier nicht, da die Werkstatt selbst klagt und daher die Schadensbeseitigung selbst in der Hand hat. Bei den Kosten für die Fahrzeugdesinfektion handelt es sich nicht um erforderliche Kosten. Der Zeuge … der Klägerin, hat angegeben, dass die Kosten der Desinfektion nur gegenüber Versicherungen in Rechnung gestellt werden, nicht aber gegenüber Endkunden. Da diese Kosten also nicht allen Kunden gleichermaßen in Rechnung gestellt werden, handelt es sich hierbei nicht um einen „erforderlichen“ Herstellungsaufwand zur Beseitigung des Schadens nach § 249 Abs. 1 BGB.
Die Klage war als unbegründet abzuweisen.
Die Kostenentscheidung beruht auf § 91 ZPO.