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BGH Beschluss vom 26.09.2002 – VII ZR 54/02

VII. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

VII ZR 54/02

BESCHLUSS

vom

26. September 2002

in dem Rechtsstreit

Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. September 2002 durch

den Vorsitzenden Richter Dr. Dressler und die Richter Hausmann, Dr. Wiebel,

Dr. Kuffer und Prof. Dr. Kniffka

beschlossen:

Der Antrag des Beklagten auf Bewilligung von Prozeßkostenhilfe

zur Durchführung der Revision wird abgelehnt.

Gründe

Der Beklagte, den das Berufungsgericht zur Zahlung von 214.138,27 DM

und Zinsen verurteilt hat, begehrt zur Durchführung der Revision Prozeßko-

stenhilfe.

Der Antrag ist abzulehnen, weil der Beklagte seine wirtschaftlichen Ver-

hältnisse nicht hinreichend glaubhaft gemacht hat (§§ 114, 118 Abs. 2 ZPO).

Der selbständig tätige Beklagte hat in seinem Antrag vom 21. Mai 2002 über

seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse angegeben, aus seiner

Tätigkeit Einnahmen von monatlich brutto 2.500

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erhalte lediglich Kindergeld für die Tochter C. in Höhe von 179

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(cid:1)(cid:17)(cid:24)

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der Rechtspflegerin, das Einkommen zu belegen, hat er erklärt, daß er seit Ja-

nuar 2002 keine Einnahmen mehr erziele. Auf die weitere Anfrage der Rechts-

pflegerin, sich darüber zu erklären, wovon er seinen Lebensunterhalt bestreite,

hat er mitgeteilt, daß die Familie von Unterhaltszahlungen des früheren Ehe-

(cid:29)

manns seiner Frau für die Kinder aus deren erster Ehe in Höhe von 949

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dem Kindergeld in Höhe von insgesamt 487

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men hätte 2.500

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gelt für erbrachte Dienste in Höhe von rund 27.000

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Danach war die Erklärung des Beklagten in seinem Antrag unrichtig. Die

nachträgliche Erläuterung der Einnahmen ist nicht nachvollziehbar. Des weite-

ren war die Erklärung auch unvollständig, da er die Einnahmen seiner Ehefrau

ganz überwiegend nicht mitgeteilt hat. Es ist danach nicht glaubhaft, daß der

Beklagte derzeit über kein eigenes Einkommen aus seiner selbständigen Tätig-

keit verfügt.

Dressler Hausmann Wiebel

Kuffer Kniffka

(cid:28)