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BGH Beschluss vom 07.10.2002 – V ZR 79/01

V. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

V ZR 79/01

BESCHLUSS

vom

7. Oktober 2002

in dem Rechtsstreit

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat am 7. Oktober 2002 durch die

Richter Tropf, Prof. Dr. Krüger, Dr. Klein, Dr. Lemke und Dr. Gaier

beschlossen:

Der Antrag der Klägerin auf Berichtigung des Tatbestands des

Urteils des Senats vom 14. Juni 2002 wird abgelehnt.

Gründe:

Der Antrag ist unzulässig.

Grundsätzlich unterliegt der Tatbestand eines Revisionsurteils nicht der

Berichtigung nach § 320 ZPO, denn die in ihm enthaltene Wiedergabe von

Parteivortrag besitzt keine urkundliche Beweiskraft (BGH, Beschl. v. 27. Juni

1956, IV ZR 317/55, LM ZPO § 320 Nr. 2; v. 22. Februar 1990, IX ZR 257/88,

BGHR ZPO § 320, Revisionsurteil 1). Ein Ausnahmefall, der voraussetzen

würde, daß ein unrichtiger Teil nach einer Zurückverweisung für das weitere

Verfahren Beweiskraft entfalten könnte (BGH, Beschl. v. 22. Februar 1990,

IX ZR 257/88 aaO; v. 9. November 1994, IV ZR 294/93, BGHR ZPO § 320 Re-

visionsurteil 2), liegt nicht vor. Das Verfahren ist rechtskräftig abgeschlossen.

Über den unzulässigen Antrag konnte ohne mündliche Verhandlung ent-

schieden werden (Senat, Beschl. v. 17. Dezember 1998, V ZR 224/97, BGHR

ZPO § 320 Revisionsurteil 3).

Tropf

Krüger

Klein

Lemke

Gaier