Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 19.02.2004 – LwZR 10/03

Senat fuer Landwirtschaftssachen

BUNDESGERICHTSHOF

LwZR 10/03

BESCHLUSS

vom

19. Februar 2004

in der Landwirtschaftssache

Der Bundesgerichtshof, Senat für Landwirtschaftssachen, hat am 19. Februar

2004 durch den Vizepräsidenten des Bundesgerichtshofes Dr. Wenzel und die

Richter Prof. Dr. Krüger und Dr. Lemke - gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 4 LwVG ohne

Zuziehung ehrenamtlicher Richter -

beschlossen:

Die Beschwerde des Beklagten gegen die Nichtzulassung der

Revision in dem Urteil des 23. Zivilsenats - Senat für Landwirt-

schaftssachen - des Oberlandesgerichts Köln vom 22. Juli 2003

sowie die dagegen gerichtete Rechtsbeschwerde werden als un-

zulässig verworfen.

Der Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt

19.957,38

Gründe

Die Nichtzulassungsbeschwerde ist nicht zulässig, weil der Wert der mit

der Revision geltend zu machenden Beschwer 20.000

(cid:1)(cid:3)(cid:2)(cid:5)(cid:4)(cid:7)(cid:6)(cid:9)(cid:8)(cid:11)(cid:10)(cid:13)(cid:12)(cid:15)(cid:14)(cid:17)(cid:16)(cid:19)(cid:18)(cid:20)(cid:8)(cid:21)(cid:14)(cid:22)(cid:2)(cid:5)(cid:23)(cid:24)(cid:8)(cid:26)(cid:25)(cid:19)(cid:27) 26

Nr. 8 EGZPO). Der Beklagte kann sich mit einer Revision nur gegen die Ver-

urteilung zur Zahlung von insgesamt 19.957,38

(cid:25)(cid:28)(cid:1)(cid:15)(cid:14)(cid:17)(cid:12)(cid:15)(cid:18)(cid:20)(cid:8)(cid:30)(cid:29)(cid:31)(cid:2) (cid:1)(cid:15)(cid:18)!(cid:14)(cid:17)(cid:1)(cid:13)"(cid:24)#$(cid:14)(cid:17)(cid:1)(cid:15)%(cid:13)(cid:14)&(cid:1)

Soweit der Beklagte unter dem Gesichtspunkt des Meistbegünstigungs-

prinzips zugleich eine Rechtsbeschwerde nach § 24 Abs. 2 Nr. 1 LwVG einge-

(cid:0) (cid:0)

legt hat, ist hierfür kein Raum. Entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-

rers liegt kein Fall von § 1 Nr. 5 LwVG i.V.m. § 13 Abs. 4b HöfeO vor mit der

Folge, daß das Berufungsgericht nach § 9 LwVG im Verfahren der Freiwilligen

Gerichtsbarkeit hätte entscheiden müssen. Gegenstand der Verurteilung, ge-

gen die sich der Beklagte wendet, ist nämlich kein Nachabfindungsanspruch

nach § 13 Abs. 4 HöfeO, sondern ein Anspruch aus § 816 Abs. 2 BGB wegen

zu Unrecht für das Hofvermögen beanspruchter und eingezogener Pachtzin-

sen. Dieser Anspruch fällt - allenfalls - unter § 1 Nr. 1a LwVG, nicht aber unter

§ 1 Nr. 5 LwVG.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO.

Wenzel Krüger Lemke