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BGH Beschluss vom 06.03.2006 – AnwSt (B) 10/05

Senat fuer Anwaltssachen

BUNDESGERICHTSHOF

AnwSt (B) 10/05

BESCHLUSS

vom

6. März 2006

in dem anwaltsgerichtlichen Verfahren

gegen

wegen Verletzung anwaltlicher Pflichten

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat durch die Vorsitzende

Richterin Dr. Deppert, die Richter Basdorf, Dr. Ernemann und Dr. Frellesen so-

wie die Rechtsanwälte Dr. Schott, Dr. Wüllrich und Dr. Frey am 6. März 2006

einstimmig gemäß § 145 Abs. 5 Satz 1 und 2 BRAO beschlossen:

Die Beschwerde des Rechtsanwalts gegen die Nichtzulassung der

Revision im Urteil des 3. Senats des Bayerischen Anwaltsge-

richtshofs vom 13. Juni 2005 wird zurückgewiesen.

Der Rechtsanwalt hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.

1

Der Senat merkt an, dass er die in dem sonst zutreffenden Antrag des General-

bundesanwalts nicht tragend bezeichneten Bedenken gegen die Wirksamkeit

der Zustellung des nach § 143 Abs. 4 Satz 2 BRAO, § 329 Abs. 1 Satz 1 StPO

ergangenen Berufungsurteils nicht teilt. Die Ausnahmevorschrift des § 232

Abs. 4 StPO (i.V. mit § 116 Satz 2 BRAO) ist hierfür nicht anwendbar (Meyer-

Goßner, StPO 48. Aufl. § 232 Rdn. 26 und § 329 Rdn. 34).

Deppert Basdorf Ernemann Frellesen

Schott Wüllrich Frey

Vorinstanz:

AGH München, Entscheidung vom 14.11.2005 - BayAGH II - 5/05 -