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BGH Beschluss vom 05.06.2008 – IX ZB 9/07
IX. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
IX ZB 9/07
BESCHLUSS
vom
5. Juni 2008
in dem Rechtsstreit
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter
Dr. Ganter, die Richter Raebel, Vill, Dr. Fischer und Dr. Pape
am 5. Juni 2008
beschlossen:
Die Anhörungsrüge gegen den Senatsbeschluss vom 27. März
2008 wird auf Kosten des Klägers als unzulässig verworfen.
Gründe
Die gemäß § 321a ZPO statthafte, form- und fristgerecht erhobene Anhö-
rungsrüge legt entgegen § 321a Abs. 2 Satz 5, Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO nicht
dar, dass der Senat den Anspruch des Klägers auf rechtliches Gehör verletzt
habe. Die Behauptung, der Senat habe das Einzelfallschicksal des Klägers bei
seiner Entscheidung nicht berücksichtigt, wird durch die Beschlussgründe wi-
derlegt. Nicht der Gewährung des rechtlichen Gehörs, sondern der Auslegung
von § 219 Abs. 2 BEG und des materiellen Wiedergutmachungsrechts ist die
Frage zuzuordnen, inwieweit die Zeitgebundenheit der geregelten Sachverhalte
heute noch Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung aufwerfen kann (vgl.
auch BGH, Beschl. v. 19. April 2007 - IX ZB 269/05, NJW-RR 2008, 220 f
Rn. 6).
Ganter Raebel Vill
Fischer Pape
Vorinstanzen:
LG Trier, Entscheidung vom 23.03.2006 - 6 wg O 46/04.E -
OLG Koblenz, Entscheidung vom 12.10.2006 - 5 wg U 1/06.E -