Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 15.09.2008 – AnwZ (B) 8/08

Senat fuer Anwaltssachen

BUNDESGERICHTSHOF

AnwZ (B) 8/08

BESCHLUSS

vom

15. September 2008

in dem Verfahren

wegen Widerrufs der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft

Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat durch den Vorsitzenden

Richter Dr. Ganter, die Richter Dr. Ernemann, Dr. Schmidt-Räntsch und Schaal

sowie den Rechtsanwalt Dr. Wosgien, die Rechtsanwältin Dr. Hauger und den

Rechtsanwalt Prof. Dr. Stüer am 15. September 2008 beschlossen:

Auf übereinstimmenden Antrag der Verfahrensbeteiligten wird

entsprechend § 251 ZPO das Ruhen des Verfahrens mit dem

Recht der jederzeitigen Aufnahme angeordnet.

Gründe

1

Das Ruhen des Verfahrens kann entsprechend § 251 ZPO angeordnet

werden, wenn die Beteiligten es beantragen und die Anordnung aus wichtigen

Gründen zweckmäßig ist (Feuerich/Weyland, BRAO, 7. Aufl., § 40 Rdn. 31; vgl.

Meyer-Holz in Keidel/Kuntze/Winkler, FGG, 15. Aufl., Vorb. § 8 - 18 Rdn. 4).

Diese Voraussetzungen liegen vor. Nach Aktenlage erscheint es sachgerecht,

dem Antragsteller die Möglichkeit zu geben, bis zum 31. Dezember 2008 durch

Vorlage von Unterlagen den Wegfall des Vermögensverfalls zu belegen, da ein

Großteil der Forderungen tatsächlich zwischenzeitlich beglichen wurde.

Ganter

Ernemann

Schmidt-Räntsch

Schaal

Wosgien

Hauger

Stüer

Vorinstanz:

AGH Celle, Entscheidung vom 28.06.2004 - AGH 25/03 -