BGH Beschluss vom 03.03.2009 – KZR 83/07
Kartellsenat
Berichtigt durch Beschluss vom 18. Februar 2011 Bürk Justizhauptsekretärin als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle
BUNDESGERICHTSHOF
KZR 83/07
BESCHLUSS
vom
3. März 2009
in dem Rechtsstreit
Der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs hat am 3. März 2009 durch den
Präsidenten des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Tolksdorf, den Vorsitzenden
Richter Prof. Dr. Bornkamm sowie die Richter Dr. Raum, Prof. Dr. Meier-Beck
und Dr. Kirchhoff
beschlossen:
Die Beschwerde der Klägerinnen gegen die Nichtzulassung der
Revision im Urteil des Kartellsenats des Oberlandesgerichts Mün-
chen vom 1. Februar 2007 wird zurückgewiesen, weil die Rechts-
sache weder grundsätzliche Bedeutung hat noch die Fortbildung
des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung
eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2
S. 1 ZPO).
Auf die von der Nichtzulassungsbeschwerde aufgeworfene Frage,
ob das Berufungsurteil mit der Rechtsprechung des Bundesge-
richtshofs, insbesondere mit dem Urteil vom 9. Juli 2007 (BGHZ
173, 155) in Einklang steht, kommt es nicht mehr an, nachdem die
gegen die Klägerin zu 3 gerichtete Abstellungsverfügung des Bun-
deskartellamts durch die Senatsentscheidung vom 4. März 2008
(BGHZ 176, 1 – Soda-Club II) bestandskräftig geworden ist. Nach
dieser Entscheidung kommt auch für die Klägerinnen zu 1 und 2
das der Klägerin zu 3 untersagte Verhalten nicht mehr in Betracht.
Tolksdorf
Bornkamm
Raum
Meier-Beck
Kirchhoff
Vorinstanzen:
LG München I, Entscheidung vom 17.05.2006 – 1 HKO 21826/04
OLG München, Entscheidung vom 01.02.2007 – U (K) 3622/06
BUNDESGERICHTSHOF
KZR 83/07
BESCHLUSS
vom
18. Februar 2011
in dem Rechtsstreit
Der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs hat am 18. Februar 2011 durch
den Präsidenten des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Tolksdorf, den Vorsitzenden
Richter Prof. Dr. Meier-Beck und die Richter Dr. Raum, Dr. Kirchhoff und
Dr. Löffler
beschlossen:
Der Senatsbeschluss vom 3. März 2009 wird wegen offensichtli-
cher Unrichtigkeit auf der Seite 3 nach dem letzten Absatz um fol-
gende Kostenentscheidung ergänzt:
Die Klägerinnen tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens
Gründe
Die Kostenentscheidung ist bei der Formulierung des Tenors infolge ei-
nes Versehens unterblieben. Da an diesem für alle Beteiligten offenkundigen
Versehen kein Zweifel bestehen kann, ist der Beschluss zu berichtigen (vgl.
BGH, Beschl. v. 8. Juli 1993 - IX ZR 192/91, BGHR ZPO § 319 Nichtannahme-
beschluss 1).
Tolksdorf
Meier-Beck
Raum
Kirchhoff
Löffler
Vorinstanzen:
LG München I, Entscheidung vom 17.05.2006 - 1 HKO 21826/04 -
OLG München, Entscheidung vom 01.02.2007 - U (K) 3622/06 -