Rechtsprechung / Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg
Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg Beschluss vom 08.06.2012 – 17 Ta (Kost) 6068/12
ECLI:DE:LAGBEBB:2012:0608.17TA.KOST6068.12.0A
Tenor
Die Beschwerde der Prozessbevollmächtigten des Klägers gegen den Beschluss des Arbeitsgerichts Berlin vom 30. April 2012 – 37 Ca 11444/11 – wird auf ihre Kosten zurückgewiesen.
Gründe
Die Beschwerde ist unbegründet.
Eine Streitigkeit über die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ist gemäß § 42 Abs. 3 GKG höchstens mit dem Vierteljahresverdienst des Arbeitnehmers zu bewerten. Ist nicht der unbefristete Fortbestand des Arbeitsverhältnisses streitig, führt dies – abhängig von der Länge des streitbefangenen Zeitraums – zu einer entsprechenden Herabsetzung des Wertes.
Im vorliegenden Fall war angesichts der zum 31. Juli 2011 erklärten Eigenkündigung des Klägers lediglich streitig, ob das Arbeitsverhältnis bereits durch die außerordentliche Kündigung der Beklagten vom 20. Juli 2012 aufgelöst worden war. Es ist bei dieser Sachlage nicht zu beanstanden, dass das Arbeitsgericht die Streitigkeit mit einem halben Monatsverdienst bewertet und dabei auch einen angenommenen Makel berücksichtigt hat, der für den Kläger mit der außerordentlichen Kündigung verbunden gewesen sein soll; eine Erhöhung des festgesetzten Streitwerts kommt danach nicht in Betracht.
Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO.
Die Entscheidung ist unanfechtbar.