Rechtsprechung / Landgericht Duisburg

Landgericht Duisburg Urteil vom 12.10.2012 – 7 S 187/11

ECLI:DE:LGDU:2012:1012.7S187.11.00

Tenor

Die Be­ru­fung der Klä­ger gegen das am 01.12.2011 ver­kün­de­te Urteil des Amts­ge­richts Wesel (5 C 89/11) wird zu­rück­ge­wie­sen.

Die Kos­ten des Be­ru­fungs­ver­fah­rens fal­len den Klä­gern zur Last.

Die­ses Urteil sowie das an­ge­foch­te­ne Urteil sind je­weils ohne Si­cher­heits­leis­tung vor­läu­fig voll­streck­bar.

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G r ü n d e :

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I.

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Wegen der tat­säch­li­chen Fest­stel­lun­gen wird zu­nächst Bezug ge­nom­men auf das an­ge­foch­te­ne Urteil (Bl. 93 ff. d. A.). Die Kam­mer hat den Klä­ger zu 2. in­for­ma­to­risch an­ge­hört und Be­weis er­ho­ben durch Ver­neh­mung des Zeu­gen E X. Wegen des Er­geb­nis­ses der Be­weis­auf­nah­me wird auf die Sit­zungs­pro­to­kol­le vom 22.06.2012 (Bl. 166 ff. d. A.) und 21.09.2012 (Bl. 241 ff. d. A.) ver­wie­sen. Von einer wei­ter­ge­hen­den Dar­stel­lung des Sach- und Streit­stan­des wird gemäß §§ 540 Abs. 2, 313a Abs. 1 S. 1 ZPO ab­ge­se­hen.

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II.

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Die Be­ru­fung ist un­be­grün­det.

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Das Amts­ge­richt hat die Klage im Er­geb­nis zu Recht ab­ge­wie­sen, weil kein von dem zwi­schen den Par­tei­en ge­schlos­se­nen Ver­trag über eine Rei­se­rück­tritts­kos­ten­ver­si­che­rung ge­deck­ter Ver­si­che­rungs­fall vor­liegt. Ver­si­che­rungs­schutz kommt dem Grunde nach in Be­tracht, wenn ein – von den Klä­gern zu be­wei­sen­der – Ver­si­che­rungs­fall im Sinne von Teil II. A. § 2 Ziff. 1. der Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen der Be­klag­ten (Bl. 64 d. A.) vor­liegt. Hier­nach müss­te die plan­mä­ßi­ge Durch­füh­rung der Reise nicht zu­mut­bar ge­we­sen sein, weil eine ver­si­cher­te Per­son – hier der Klä­ger zu 2. – wäh­rend der Dauer des Ver­si­che­rungs­schut­zes von einer un­er­war­te­ten schwe­ren Er­kran­kung be­trof­fen wurde.

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1. Ohne Er­folg rügt die Be­ru­fung, dass das Amts­ge­richt die wirk­sa­me Ein­be­zie­hung der Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen in den Ver­trag of­fen­ge­las­sen und die et­wai­ge Re­ge­lungs­lü­cke im Wege der er­gän­zen­den Ver­trags­aus­le­gung durch An­wen­dung der markt­üb­li­chen Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen ge­schlos­sen hat. Eine bei­spiel­haf­te Inter­net­re­cher­che (der Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen meh­re­rer in die­sem Seg­ment markt­füh­ren­der Ver­si­che­rungs­unter­neh­men) be­legt, dass – ent­spre­chend den von der Be­klag­ten vor­ge­leg­ten Mus­ter­be­din­gun­gen des H (Bl. 78 d. A.) – Er­kran­kun­gen im Rah­men von Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­run­gen nur ver­si­cher­bar sind, wenn sie un­er­war­tet und schwer sind. Be­zeich­nen­der­wei­se ver­mö­gen die Klä­ger kei­nen Ver­si­che­rer zu nen­nen, der einen wei­ter­ge­hen­den Schutz an­bie­tet.

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2. Dass die Be­schwer­den des Klä­gers – mas­si­ve Schmer­zen im LWS-Be­reich mit ra­di­ku­lä­ren Symp­to­men in bei­den Bei­nen (vgl. die ärzt­li­che Be­schei­ni­gung vom 14.02.2011, Bl. 22 d. A.) – eine schwe­re Er­kran­kung dar­stel­len, hatte die im Namen der Be­klag­ten tä­ti­ge Mak­le­rin be­reits im Rah­men der vor­pro­zes­sua­len Kor­res­pon­denz aus­drück­lich zu­ge­stan­den. So­weit die Be­klag­te in der Kla­ge­erwi­de­rung den­noch be­strit­ten hat, das es dem Klä­ger nicht zu­mut­bar ge­we­sen sei, die Reise an­zu­tre­ten, ist dies un­be­acht­lich, da die Un­zu­mut­bar­keit des Rei­se­an­tritts durch die Schwe­re der Er­kran­kung in­di­ziert wird (vgl. Füh­rich, Rei­se­recht, 6. Aufl. 2010, Rn. 821 f. m. w. N.) und die Be­klag­te keine Um­stän­de vor­ge­tra­gen hat, die die Durch­füh­rung der Reise gleich­wohl zu­mut­bar er­schei­nen ließ. Es ist all­ge­mein be­kannt, dass akute LWS-Be­schwer­den äu­ßerst schmerz­haft sind und durch das mit der Reise ein­her­ge­hen­de Tra­gen von Kof­fern und mehr­stün­di­ge Sit­zen in einem Flug­zeug ver­schlim­mert wer­den kön­nen.

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3. Den Kern des Streits bil­det in­des­sen die Frage, ob der Klä­ger von der Er­kran­kung auch un­er­war­tet be­trof­fen wurde.

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a) Den unter Be­ru­fung auf Knapp­mann (in: Prölss/Mar­tin, VVG, 28. Aufl. 2010, Nr. 2 VB-Rei­se­rück­tritt 2008, Rn. 5 m. w. N.) auf­ge­wor­fe­nen Be­den­ken der Be­ru­fung in Bezug auf die Ver­ein­bar­keit die­ser Be­stim­mung mit dem ge­setz­li­chen Leit­bild der §§ 19 ff. VVG ist nach herr­schen­der Mei­nung nicht durch eine Ver­wer­fung der ge­sam­ten Klau­sel gemäß § 307 Abs. 1 und 2 BGB, son­dern durch eine „kun­den­freund­li­che“ Aus­le­gung Rech­nung zu tra­gen (§ 305c Abs. 2 BGB). Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs zur Rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung, die auf­grund der in­so­weit wort­glei­chen Leis­tungs­be­schrei­bung auf die Rei­se­rück­tritts­kos­ten­ver­si­che­rung über­tra­gen wer­den kann, ist bei der Aus­le­gung von Ver­si­che­rungs­be­din­gun­gen, die zum Schutz des Ver­si­che­rers vor vor­ver­trag­li­chen Ri­si­ken das Leis­tungs­ver­spre­chen auf Krank­hei­ten be­schrän­ken, deren Ein­tritt „un­er­war­tet“ war, auf die sub­jek­ti­ve Sicht des Ver­si­che­rungs­neh­mers oder der ver­si­cher­ten Per­son ab­zu­stel­len, da an­de­ren­falls die nach der ge­setz­li­chen Kon­zep­tion des Ver­si­che­rungs­ver­trags dem Versicherer ob­lie­gen­de Ge­fahr­tra­gung un­zu­läs­sig auf den Ver­si­che­rungs­neh­mer über­tra­gen würde (BGH, VersR 2012, 89; im An­schluss an OLG Köln, NVersZ 1999, 131; OLG Hamm, VersR 2001, 1229). Damit dürf­te frei­lich keine (echte) „sub­jek­ti­ve Aus­le­gung“ ge­meint sein, son­dern der all­ge­mein für rich­tig er­ach­te­te Maß­stab der ob­jek­ti­ven Aus­le­gung nach dem Emp­fän­ger­ho­ri­zont des durch­schnitt­li­chen Ver­si­che­rungs­neh­mers, wel­cher die streit­gegen­ständ­li­che Be­stim­mung je­doch so ver­ste­hen wird, dass es für die Frage des Vor­lie­gens des Merk­mals „un­er­war­tet“ auf die sub­jek­ti­ve Sicht des kon­kre­ten Ver­si­che­rungs­neh­mers bzw. der ver­si­cher­ten Per­son an­kommt (vgl. Wandt, VersR 2012, 89 f.).

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Eine Er­kran­kung ist des­halb nur dann „un­er­war­tet“, wenn der Ver­si­che­rungs­neh­mer sie bei Bu­chung der Reise und Ab­schluss des Ver­si­che­rungs­ver­trags tat­säch­lich nicht vor­her­ge­se­hen hat. Eine Ein­be­zie­hung auch (grob) fahr­läs­si­ger Un­kennt­nis in dem Sinne, dass der Ver­si­che­rungs­neh­mer mit dem Ein­tritt der Er­kran­kung hätte rech­nen kön­nen oder müs­sen (vgl. Füh­rich, a. a. O., Rn. 824), ist mit dem Wort­laut der Be­stim­mung nicht ver­ein­bar: An­ders als der in man­chen Be­din­gungs­wer­ken ver­wen­de­te Be­griff „vor­her­seh­bar“, der auch fahr­läs­si­ges Nicht­vor­her­se­hen ein­schließt, stellt der Be­griff „un­er­war­tet“ aus­schließ­lich auf die tat­säch­li­che Er­war­tung ab (Wandt, a. a. O.; eben­so im Er­geb­nis Knapp­mann, a. a. O., Rn. 7). Allein das Be­stehen einer dem Ver­si­che­rungs­neh­mer be­kann­ten Grund­er­kran­kung, die er­fah­rungs­ge­mäß ge­le­gent­lich Akut­be­schwer­den ver­ur­sa­chen kann, schließt den Ver­si­che­rungs­schutz für sol­che aku­ten Vor­fäl­le al­ler­dings nicht aus, weil das be­din­gungs­ge­mä­ße Er­for­der­nis des „un­er­war­te­ten“ Ein­tritts der Er­kran­kung auf den Zeit­raum der Reise be­zo­gen und be­schränkt ist. Es kommt des­halb al­lein da­rauf an, ob dem Ver­si­che­rungs­neh­mer bei der Bu­chung be­kannt war, dass die Wahr­schein­lich­keit des Auf­tre­tens aku­ter Be­schwer­den im un­mit­tel­ba­ren Vor­feld der ge­plan­ten Reise der­art ge­stei­gert sein werde, dass ein ver­nünf­ti­ger un­ver­si­cher­ter Rei­sen­der in sei­ner Si­tu­a­tion von der Rei­se­bu­chung ab­ge­se­hen hätte (vgl. OLG Hamm, a. a. O.; Knapp­mann, a. a. O., Rn. 8).

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b) Unter Zu­grun­de­le­gung der vor­ste­hen­den Maß­stä­be kann die Kam­mer nach dem Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me nicht fest­stel­len, dass die Rü­cken­be­schwer­den am 10.10.2010 aus der Sicht des Klä­gers un­er­war­tet auf­ge­tre­ten sind. Zwar hat sich die von der Be­klag­ten auf­grund der ärzt­li­chen Be­schei­ni­gung des Zeu­gen E X vom 14.02.2011 (Bl. 22 d. A.) an­ge­nom­me­ne Kor­re­la­tion zwi­schen „schwe­rer kör­per­li­cher Arbeit“ und re­zi­di­vie­ren­den Rü­cken­be­schwer­den nicht be­stä­tigt. Viel­mehr hat der Klä­ger glaub­haft er­läu­tert, dass er seit 1980 eine Bü­ro­tä­tig­keit als an­ge­stell­ter Vieh­kauf­mann aus­ü­be, wes­halb er von Be­rufs wegen jeden­falls nicht schwer kör­per­lich zu arbei­ten habe.

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Un­ter­des­sen hat die Be­weis­auf­nah­me er­ge­ben, dass der Klä­ger im nahen zeit­li­chen Zu­sam­men­hang mit der Bu­chung der Reise (02.08.2010) an gleich­arti­gen Rü­cken­be­schwer­den wie zum Zeit­punkt des Rei­se­rück­tritts (10.10.2010) litt. Be­reits aus der von den Klä­gern vor­ge­leg­ten ärzt­li­chen Be­schei­ni­gung des Zeu­gen E X vom 14.02.2011 (Bl. 22 d. A.) er­gibt sich, dass der Klä­ger vor dem streit­gegen­ständ­li­chen Vor­fall min­des­tens zwei­mal wegen LWS-Be­schwer­den in des­sen haus­ärzt­li­cher Be­hand­lung war, und zwar ein­mal im Som­mer 2009 und ein wei­te­res Mal im Ja­nu­ar 2010. Wei­ter geht aus der Be­schei­ni­gung her­vor, dass bei einer MRT-Unter­su­chung im Feb­ru­ar 2010 eine fla­che Band­schei­ben­pro­tru­sion (Band­schei­ben­vor­wöl­bung) im Be­reich der Wir­bel L4/L5, mit­hin eine de­ge­ne­ra­ti­ve Ver­än­de­rung der Band­schei­be fest­ge­stellt wor­den war. In sei­ner Ver­neh­mung durch die Kam­mer hat der Zeuge E X er­gän­zend er­läu­tert, dass der Klä­ger seit dem Jahr 2000 immer wie­der ge­le­gent­lich – schät­zungs­wei­se zwei- bis drei­mal pro Jahr – mit Rü­cken­schmer­zen in sei­ner Be­hand­lung ge­we­sen sei. In den Jah­ren 2009 und 2010 habe er den Klä­ger je­weils in die fach­ärzt­li­che Be­hand­lung des Or­tho­pä­den E F über­wie­sen. Da­rüber hi­naus hat der Zeuge die Kopie eines Be­richts des Arz­tes für Neuro­lo­gie E T vom 17.08.2010 (Bl. 244 d. A.) zu den Akten ge­reicht, bei dem der Klä­ger sich – of­fen­bar auf Ver­an­las­sung des Or­tho­pä­den E F – am 10.08.2010 mit zu­neh­men­den Schmer­zen im rech­ten Knie, aus­strah­lend zum Unter­schen­kel und zur Hüfte, vor­ge­stellt hatte. Als Ursa­che die­ser Schmer­zen hat Herr E T in ers­ter Linie eine sog. Lum­boi­schi­al­gie, mit­hin eine Kom­bi­na­tion aus Lum­ba­go („Hexen­schuss“) und Is­chial­gie („Is­chias­syn­drom“), aus­ge­macht, deren Ursa­che re­gel­mä­ßig in einer de­ge­ne­ra­ti­ven Ver­än­de­rung der Band­schei­be(n) im unte­ren Len­den­wir­bel­be­reich zu fin­den ist, wie sie beim Klä­ger do­ku­men­tiert ist. Der Zeit­punkt der neuro­lo­gi­schen Unter­su­chung sowie der Um­stand, dass der Klä­ger über „zu­neh­men­de Be­schwer­den“ be­rich­te­te, legen nahe, dass der Klä­ger be­reits bei der Bu­chung der Reise nicht be­schwer­de­frei war.

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Vor dem vor­ste­hen­den Hin­ter­grund ist die in den schrift­li­chen Be­schei­ni­gun­gen des Zeu­gen E X do­ku­men­tier­te Ein­schät­zung, dass bei der Bu­chung keine Be­den­ken gegen die Reise be­stan­den hät­ten (vgl. Bl. 17, 19, 22 d. A.), nicht nach­voll­zieh­bar. Auch der Klä­ger selbst hat der Kam­mer nicht nach­voll­zieh­bar zu er­läu­tern ver­mocht, wes­halb er bei der Bu­chung – trotz re­gel­mä­ßig wie­der­keh­ren­der und sogar ak­tu­ell be­stehen­der Be­schwer­den – davon aus­ge­gan­gen sein will, die Reise zwei Mo­na­te spä­ter be­schwer­de­frei an­tre­ten zu kön­nen. Zur wei­te­ren Sach­auf­klä­rung hat der Klä­ger nicht bei­tra­gen; im Gegen­teil hat er zu­nächst ver­sucht, die Kam­mer (und die Be­klag­te) in die Irre zu füh­ren, indem er die in der ärzt­li­chen Be­schei­ni­gung vom 14.02.2011 (Bl. 22 d. A.) nicht er­wähn­ten – ins­be­son­de­re fach­ärzt­li­chen – Be­hand­lun­gen ver­schwie­gen und – was an­ge­sichts der im Zuge der Be­weis­auf­nah­me be­kannt ge­wor­de­nen Tat­sa­chen schon eine be­son­de­re Dreis­tig­keit dar­stellt – er­klärt hat, er habe „in all den letz­ten Jah­ren keine Prob­le­me“ mit dem Rü­cken ge­habt (vgl. Sit­zungs­pro­to­koll vom 22.06.2012, Bl. 166 ff. d. A.). Zu dem – in der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 21.09.2012 er­örter­ten – Be­richt des Fach­arz­tes E T vom 17.08.2010 (Bl. 244 d. A.) hat der Klä­ger sich nicht er­klärt. Da der Klä­ger für das Vor­lie­gen eines Ver­si­che­rungs­falls be­weis­be­las­tet ist, gehen die ver­blei­ben­den Un­klar­hei­ten zu sei­nen Las­ten.

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III.

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Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf §§ 97 Abs. 1, 100 Abs. 1 ZPO. Die Ent­schei­dung über die vor­läu­fi­ge Voll­streck­bar­keit folgt aus §§ 708 Nr. 10, 711, 713 ZPO i. V. m. § 26 Nr. 8 EGZPO.

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Der Streit­wert für das Be­ru­fungs­ver­fah­ren be­trägt 1.659,00 €.