Rechtsprechung / BPatG / 2002
BPatG Beschluss vom 14.08.2002 – 29 W (pat) 389/00
29. Senat
BUNDESPATENTGERICHT
29 W (pat) 389/00
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(Aktenzeichen)
B E S C H L U S S
In der Beschwerdesache
…
betreffend die Markenanmeldung 399 09 320.6
hat der 29. Senat (Marken-Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts in der
Sitzung vom 14. August 2002 unter Mitwirkung der Vorsitzenden Richterin
Grabrucker, der Richterin Pagenberg und des Richters Guth 10.99
beschlossen:
Der Gegenstandswert für das Beschwerdeverfahren wird auf
€ 15.000,-- festgesetzt.
G r ü n d e
Der die Markeninhaberin vertretende Rechtsanwalt beantragt nach Abschluß des
Marken-Beschwerdeverfahrens die Festsetzung des Gegenstandswertes der anwaltlichen Tätigkeit.
Der Antrag ist gemäß § 10 BRAGebO zulässig, weil ein Wert, nach dem die Gebühr zu bemessen wäre, nicht gegeben ist. Der Gegenstandswert ist daher nach
billigem Ermessen zu bestimmen (§ 8 Abs 2 Satz 2 BRAGebO). Grundlage für die
Bemessung bildet dabei nach ständiger Rechtsprechung das wirtschaftliche Interesse der Markeninhaberin an der Erlangung des Markenschutzes (vgl BPatG Mitt
1995, 232; GRUR 1995, 415). Dieses Interesse wird bei einer unbenutzten Anmeldemarke gegenwärtig
im Regelfall mit € 15.000,-- veranschlagt
(vgl
24 W (pat) 228/97 vom 23. Juni 1998 - BPatGE 40, 147 = GRUR 99, 64).
Umstände, die vorliegend eine höhere Wertfestsetzung rechtfertigen könnten, sind
weder vorgetragen noch ersichtlich.
Grabrucker
Guth
Pagenberg
Cl/Na