BGH Beschluss vom 30.03.2000 – IX ZR 359/98
IX. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom
30. März 2000
in dem Rechtsstreit
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter
Dr. Paulusch und die Richter Dr. Kreft, Stodolkowitz, Kirchhof und Dr. Fischer
am 30. März 2000
beschlossen:
Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des 19. Zivilsenats
des Oberlandesgerichts München vom 6. August 1998 wird nicht
angenommen.
Die Kosten des Revisionsverfahrens werden dem Beklagten auf-
erlegt.
Der Streitwert für die Revisionsinstanz wird auf 11.755,13 DM
festgesetzt.
Gründe
Die Sache wirft keine entscheidungserhebliche Rechtsfrage von grund-
sätzlicher Bedeutung auf; die Revision bietet im Ergebnis keine Aussicht auf
Erfolg (§ 554 b ZPO).
Das Berufungsgericht hat die Erklärungen der Parteien in den Schreiben
vom 20. Oktober 1993 und vom 26. November 1993 als bestätigendes Schuld-
anerkenntnis der restlichen Honorarforderung der Kläger aus dem ersten Man-
dat des Beklagten gewertet. Die Verfahrensrüge greift nicht durch (§ 565 a
ZPO); eine - zudem verfristet erklärte, § 121 BGB - Anfechtung wegen Inhalt-
sirrtums ist bereits nach dem Zweck des Schuldanerkenntnisses ausgeschlos-
sen (vgl. BGH, Urt. v. 19. September 1963 - III ZR 121/62, NJW 1963, 2316,
2317; v. 20. April 1967 - III ZR 59/65, WM 1967, 824, 825 f).
Paulusch
Kreft
Stodolkowitz
Kirchhof
Fischer