Gesetze / Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 12.09.2001 – 2 ARs 241/01

2. Strafsenat

BUNDESGERICHTSHOF

2 ARs 241/01 2 AR 134/01

BESCHLUSS

vom

12. September 2001

in der Strafvollstreckungssache

gegen

wegen Körperverletzung

Az.: 903 VRs 60677/91, 504 VRs 40845/90, 504 VRs 53401/95 Staatsanwalt-

schaft Braunschweig

Az.: 50 BRs 305/97, 50 BRs 306/97, 50 BRs 307/97 Landgericht Braunschweig Az.: 73 StVK 1/01, 73 StVK 2/01, 73 StVK 3/01 Landgericht

- Strafvollstreckungskammer - Hannover

Az.: 17 StVK 288/01, 17 StVK 290/01, 17 StVK 292/01 Landgericht - Strafvollstreckungskammer - Lüneburg mit Sitz in Celle Az.: 16 StVK 693/01, 16 StVK 694/01, 16 StVK 703/01 Landgericht - Strafvollstreckungskammer - Lüneburg

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbun-

desanwalts am 12. September 2001 beschlossen:

Zuständig für die nachträglichen Entscheidungen, die sich auf die

durch Beschluß des Landgerichts Braunschweig vom 23. Juli

1997 (Az. 50 StVK 312, 313, 314/97) bewilligte Aussetzung der

Strafreste zur Bewährung beziehen, ist die Strafvollstreckungs-

kammer des Landgerichts Braunschweig.

Gründe:

Die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Braunschweig war mit

der Sache im Sinne des § 462 a Abs. 1 StPO zu dem Zeitpunkt befaßt, in wel-

chem Tatsachen aktenkundig wurden, die einen Widerruf der Strafaussetzung

zur Bewährung rechtfertigen konnten (vgl. BGHSt 30, 189, 191; BGH NStZ

1993, 100; 2000, 391). Dies war hier der Fall, als die Anklagen der Staatsan-

waltschaft Braunschweig vom 17. Juli 1999 und vom 15. Februar 2000, das

Urteil des Amtsgerichts Wolfsburg vom 6. März 2000, das rechtskräftige Beru-

fungsurteil des Landgerichts Braunschweig, das Urteil des Landgerichts

Braunschweig vom 8. Mai 2001 sowie der Widerrufsantrag der Staatsanwalt-

schaft Braunschweig vom 29. Mai 2001 eingingen.

Die hierdurch begründete Zuständigkeit der Strafvollstreckungskammer

ist nicht dadurch entfallen, daß der Verurteilte nach dem Zeitpunkt ihres Be-

faßtseins zunächst in die Justizvollzugsanstalt Hannover und am 5. Juli 2001 in

den Vollzug der Strafhaft in der Justizvollzugsanstalt Uelzen aufgenommen

wurde (vgl. BGHSt 26, 165, 166; 26, 187, 189; 30, 189; Kleinknecht/Meyer-

Goßner, StPO 45. Aufl., Rdn. 12, 13 zu § 462 a).

Jähnke Bode Rothfuß

Fischer Elf