BGH Beschluss vom 13.09.2001 – V ZR 45/01
V. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom
13. September 2001
in dem Rechtsstreit
Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat am 13. September 2001 durch
den Vorsitzenden Richter Dr. Wenzel und die Richter Schneider, Prof. Dr. Krü-
ger, Dr. Klein und Dr. Gaier
beschlossen:
Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des 2. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Braunschweig vom 4. Januar 2001 wird nicht angenommen.
Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung. Die Revi- sion hat im Endergebnis auch keine Aussicht auf Erfolg. Da in § 12 des Kaufvertrages die Auflassung erklärt ist, wäre die form- lose Abänderung des Grundstückskaufvertrages hinsichtlich der an sich formbedürftigen Vorverlegung des Gefahrübergangs mög- lich gewesen. Aus dem Inhalt des Vermerks über das Treffen in der Wohnung am 10. März 1999 und dem übrigen Sachvortrag der Parteien ergibt sich aber nicht, daß die Parteien den vertrag- lich an die Zahlung von 75 % des Kaufpreises gekoppelten Zeit- punkt des Gefahrübergangs mit entsprechendem Rechtsbin- dungswillen vorverlegen wollten.
Die Beklagte trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).
Streitwert: 66.250,00 DM.
Wenzel
Schneider
Krüger
Klein
Gaier