BGH Beschluss vom 13.03.2002 – IV ZR 86/01
IV. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom
13. März 2002
in dem Rechtsstreit
Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 13. März 2002 durch
den Vorsitzenden Richter Terno, den Richter Dr. Schlichting, die Richterin
Ambrosius, die Richter Wendt und Felsch
beschlossen:
Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 8. Zivilsenats des
Oberlandesgerichts Nürnberg vom 18. Januar 2001 wird nicht an-
genommen.
Die Klägerin trägt die Kosten des Revisionsverfahrens, sowie die
Streitwert: 87.859,37 € / 171.838 DM
Gründe
Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung. Die Revision hat
im Endergebnis auch keine Aussicht auf Erfolg (§ 554b ZPO).
Für die weitere Sachbehandlung weist der Senat klarstellend auf fol-
gendes hin:
Die Klägerin ist aus dem Vorausvermächtnis zugunsten des Beklagten
im Nachtragstestament 1995 im Sinne einer Erbteilsverbindlichkeit allein ver-
pflichtet; sie hat dafür allein und nicht als Gesamtschuldnerin neben anderen
aufzukommen (vgl. MünchKomm/Dütz, BGB 3. Aufl. § 2058 Rdn. 18; Staudin-
ger/Marotzke, BGB 1996 § 2058 Rdn. 12 f.).
Auf die Einrede aus § 2059 Abs. 1 BGB kann sie sich schon deswegen
nicht berufen, weil sie mit den unstreitigen 317.752 DM einen die Gegenforde-
rung des Beklagten übersteigenden Geldbetrag aus dem Nachlaß erhalten hat
(GA 139 ff.).
Terno Dr. Schlichting Ambrosius
Wendt Felsch