Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 01.10.2002 – IX ZR 317/00

IX. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

1. Oktober 2002

in dem Rechtsstreit

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter

Dr. Kreft und die Richter Kirchhof, Dr. Fischer, Raebel und Dr. Bergmann

am 1. Oktober 2002

beschlossen:

Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des 3. Zivilsenats

des Oberlandesgerichts Celle vom 19. Juli 2000 in der Fassung

des Berichtigungsbeschlusses vom 16. August 2000 wird nicht

angenommen.

Der Beklagte hat die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.

Der Streitwert für das Revisionsverfahren wird auf 215.650 DM

(cid:0)(cid:2)(cid:1)(cid:4)(cid:3)(cid:2)(cid:5)(cid:7)(cid:6)(cid:9)(cid:8)(cid:2)(cid:3)(cid:2)(cid:5)(cid:10)(cid:3)(cid:11)(cid:6)(cid:13)(cid:12)(cid:10)(cid:6)(cid:15)(cid:14)

(110.260,09

Gründe

Die Revision wirft keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung

auf und hat im Ergebnis keine Aussicht auf Erfolg (§ 554 b ZPO a.F.).

Unabhängig von einem Verstoß gegen § 43 a Abs. 4 BRAO (§ 45 Nr. 2

BRAO a.F.) haftet der Beklagte schon deshalb nach Vertragsgrundsätzen, weil

er die Klägerin hinsichtlich der ihr zur Verfügung stehenden Handlungsalterna-

tiven schlecht beraten hat (BU S. 12 Abs. 1; vgl. Senatsurt. v. 30. September

1999 - IX ZR 139/98, WM 1999, 2360, 2362; Ganter, WM 2001, Sonderbeilage

Nr. 6 zu Heft 43, S. 8). Der Klägerin ist jedenfalls durch den Verlust ihres Re-

stitutionsanspruchs infolge ihrer durch das pflichtwidrige Verhalten des Be-

klagten verursachten Verzichtserklärung vom 4. Juni 1992 ein Schaden in der

vom Berufungsgericht angenommenen Höhe entstanden (§ 287 Abs. 1 Satz 1

ZPO).

Kreft Kirchhof Fischer

Raebel Bergmann