Rechtsprechung / BGH

BGH Urteil vom 23.10.2002 – IV ZR 280/01

IV. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

23. Oktober 2002

in dem Rechtsstreit

Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 23. Oktober 2002 durch den Vor- sitzenden Richter Terno, den Richter Dr. Schlichting, die Richterin Ambrosius, die Richter Wendt und Felsch

beschlossen:

Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 18. Zivilsenats des

Oberlandesgerichts Köln vom 25. Oktober 2001 wird nicht angenom-

men.

Die Klägerin trägt die Kosten des Revisionsverfahrens

Streitwert: 409.033,51

(cid:0)(cid:2)(cid:1)(cid:4)(cid:3)(cid:4)(cid:3)(cid:6)(cid:5)(cid:7)(cid:3)(cid:8)(cid:3)(cid:4)(cid:3)(cid:10)(cid:9)(cid:12)(cid:11)

Gründe

Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung. Die Revision hat im Ender-

gebnis auch keine Aussicht auf Erfolg (§ 554b ZPO a.F.).

Die tatrichterliche Auslegung des Vorbehalts im Erbvertrag ist nicht zu beanstanden.

Danach kommt dem Vorbehalt zwar eine über § 2286 BGB hinaus gehende Bedeu-

tung zu; er dient nach seiner Vorgeschichte aber lediglich der Befriedigung dem

Grunde nach anerkennenswerter lebzeitiger Eigeninteressen des Erblassers aus den

vermachten Grundstücken ohne Begrenzung der Höhe, schließt also § 2288 BGB

beim Fehlen jedes lebzeitigen Eigeninteresses nicht aus. Einem solchen Vorbehalt

stehen rechtliche Bedenken nicht entgegen (vgl. BGH, Urteil vom 2. Dezember 1981

- IVa ZR 252/80 - NJW 1982, 441, 442 f. unter II 2)

Terno

Dr. Schlichting

Ambrosius

Wendt

Felsch