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BGH Urteil vom 30.01.2003 – III ZB 6/02

III. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

III ZB 6/02

BESCHLUSS

vom

30. Januar 2003

in dem Rechtsstreit

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 30. Januar 2003 durch den

Vorsitzenden Richter Dr. Rinne und die Richter Streck, Schlick, Dr. Kapsa und

Galke

beschlossen:

Die Rechtsbeschwerde der Antragsgegnerin gegen den Beschluß

des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 2. Oktober

2001 wird nicht angenommen.

Die Antragsgegnerin hat die Kosten des Rechtsbeschwerde-

rechtszuges zu tragen.

Streitwert: 269.906,15 DM = 138.000,82

Gründe

Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung (§§ 1065 Abs. 2

Satz 2; 554b Abs. 1 ZPO a.F.); die Rechtsbeschwerde hat auch keine Aussicht

auf Erfolg. Der angefochtene Beschluß beruht nicht auf der Verletzung eines

Staatsvertrages oder eines anderen Gesetzes (§ 1065 Abs. 2 Satz 1 ZPO

a.F.).

Es ist insbesondere zulässig, daß sich eine Schiedsvereinbarung auf

zwei Schiedsgerichte bezieht, was in der Regel bedeutet, daß der jeweilige

Schiedskläger ein Wahlrecht hat (vgl. BGH, Urteil vom 27. Februar 1969 - KZR

3/68 - NJW 1969, 978, 979; öOGH ZfRV 1991, 38; Stein/Jonas/Schlosser, ZPO

22. Aufl. 2002 § 1029 Rn. 14; Münch in MünchKomm/ZPO 2. Aufl. 2001 § 1029

Rn. 43; Zöller/Geimer, ZPO 23. Aufl. 2002 § 1029 Rn. 48, 37; Timmermann

IPrax 1984, 136; s. auch Senatsurteil vom 18. Dezember 1975 - III ZR 103/73 -

NJW 1976, 852 f <Wahlrecht zwischen Schiedsgericht und ordentlichem Ge-

richt>).

Auch im übrigen läßt der angefochtene Beschluß Rechtsfehler nicht er-

kennen.

Rinne

Streck

Schlick

Kapsa

Galke