Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 03.04.2003 – IX ZR 235/00

IX. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

3. April 2003

in dem Rechtsstreit

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter

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am 3. April 2003

beschlossen:

Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 17. Zivilsenats

des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 10. Mai 2000 wird

nicht angenommen.

Die Klägerin hat die Kosten der Revision zu tragen.

Der Streitwert für die Revisionsinstanz wird auf 51.129,19

(100.000 DM) festgesetzt.

Gründe

Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung und die Revision

im Ergebnis keine Aussicht auf Erfolg. Auf der Grundlage der Rechtsprechung

des Senats zu Bürgschaften erwachsener, finanziell noch von ihren Eltern

abhängiger Kinder (BGHZ 125, 206; BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR

227/93, WM 1994, 680; v. 10. Oktober 1996 - IX ZR 333/95, WM 1996, 2194;

Beschl. v. 17. April 1997 - IX ZR 135/96, NJW-RR 1997, 1199) sind die Bürg-

schaften der Beklagten als gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig anzusehen, weil

diese an der Entscheidung über die Darlehensaufnahme nicht beteiligt waren,

das damit verbundene Risiko im Hinblick auf die finanzielle Situation der Eltern

besonders hoch war, es sich wirtschaftlich um eine bloße Umschuldung han-

delte, an der die Beklagten kein eigenes unmittelbares wirtschaftliches Interes-

se hatten, und sie damit rechnen mußten, bei Eintritt des Bürgschaftsfalls auf

unabsehbare Zeit wirtschaftlich unverhältnismäßig hoch belastet zu sein.

Kreft Kirchhof Fi-

scher

Raebel

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