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BGH Beschluss vom 28.08.2003 – 4 StR 335/03

4. Strafsenat

BUNDESGERICHTSHOF

4 StR 335/03

BESCHLUSS

vom

28. August 2003

in der Strafsache

gegen

wegen Vergewaltigung u.a.

Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundes-

anwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 28. August 2003 ge-

mäß § 349 Abs. 1 StPO beschlossen:

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landge-

richts Halle vom 19. Mai 2003 wird als unzulässig verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und

die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen

notwendigen Auslagen zu tragen.

Gründe:

Die Revision des Angeklagten ist unzulässig, weil er wirksam auf

Rechtsmittel verzichtet hat.

Wie sich aus dem Hauptverhandlungsprotokoll ergibt, haben der Ange-

klagte und sein Verteidiger im Anschluß an die Urteilsverkündung und nach

erfolgter Rechtsmittelbelehrung erklärt, daß auf die Einlegung eines Rechts-

mittels verzichtet werde. Diese Erklärungen wurden gemäß § 273 Abs. 3 StPO

vorgelesen und genehmigt. Umstände, die der Wirksamkeit des Rechtsmittel-

verzichts entgegenstehen könnten, sind weder erkennbar noch werden sie vom

Angeklagten behauptet.

Der nach alledem wirksame Rechtsmittelverzicht kann als Prozeßhand-

lung nicht widerrufen, wegen Irrtums angefochten oder sonst zurückgenommen

werden (st. Rspr., vgl. BGHSt 45, 51, 53; BGH NStZ 1984, 181; BGHR StPO

§ 302 Abs. 1 Satz 1 Rechtsmittelverzicht 4; vgl. auch Meyer-Goßner StPO

46. Aufl. § 302 Rdn. 21 m.w.N.).

Tepperwien Kuckein Athing

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