BGH Beschluss vom 18.09.2003 – IX ZB 160/03
IX. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom
18. September 2003
in dem Rechtsstreit
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter
Dr. Kreft und die Richter Dr. Ganter, Kayser, Dr. Bergmann und
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am 18. September 2003
beschlossen:
Die sofortige Beschwerde und die Berufung gegen das Urteil des
Amtsgericht München vom 4. Juni 2003 wird auf Kosten des Be-
klagten zu 2 als unzulässig verworfen.
Wert des Beschwerdeverfahrens: 1.291,68
Gründe
I.
Das Amtsgericht München hat durch Urteil vom 4. Juni 2003 den Be-
klagten zu 2 (im folgenden: Beklagter) als Gesamtschuldner neben der Be-
klagten zu 1 zur Zahlung von 1.291,68
r-
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de das Urteil dem Beklagten am 6. Juni 2003 zugestellt. Mit Schreiben vom
18. Juni 2003 an das Amtsgericht, in dem es heißt: "Zur Entscheidung: An den
Bundesgerichtshof", hat er beantragt, das Urteil vom 4. Juni 2003 für "nichtig
zu erklären bzw. aufzuheben", die Vollstreckung einstweilen einzustellen, die
erstinstanzliche Richterin abzulehnen und ihm Prozeßkostenhilfe zu gewähren.
Mit Schriftsatz vom 4. August 2003 hat der Beklagte beim Amtsgericht wieder-
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um "zur Entscheidung durch den Bundesgerichtshof" eine Berufung mit den-
selben Anträgen eingelegt.
II.
Mit seinem Begehren kann der Beklagte keinen Erfolg haben.
1. Gegen die Entscheidung des Amtsgerichts ist der Rechtsweg zum
Bundesgerichtshof nicht eröffnet. Der Beklagte hätte Berufung nur beim Land-
2. Für die Gewährung von Vollstreckungsschutz wäre ebenfalls das
Landgericht zuständig gewesen (§ 719 ZPO).
3. Da die erste Instanz abgeschlossen ist, geht der Antrag, die erstin-
stanzliche Richterin abzulehnen, ins Leere.
4. Der Antrag auf Gewährung von Prozeßkostenhilfe ist abzulehnen, weil
der Beklagte dem Antrag keine Erklärung über seine persönlichen und wirt-
schaftlichen Verhältnisse beigefügt hat (§ 117 Abs. 2 Satz 1 ZPO) und die be-
absichtigte Rechtsverfolgung keine Aussicht auf Erfolg bietet (§ 114 ZPO).
Kreft
Ganter
Kayser
Bergmann
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