BGH Beschluss vom 14.04.2005 – IX ZR 307/01
IX. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom
14. April 2005
in dem Rechtsstreit
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter
Dr. Fischer, die Richter Raebel, Vill, Cierniak und die Richterin Lohmann
am 14. April 2005
beschlossen:
Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des 9. Zivilsenats
des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 31. Oktober 2001 wird nicht
angenommen.
Der Beklagte trägt die Kosten des Revisionsverfahrens nach ei-
nem Wert von 66.532,18 € (130.125,63 DM).
Gründe
Die Revision wirft keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung
auf und hat keine Aussicht auf Erfolg (§ 554b ZPO a.F.). Der beklagte Notar
hätte vor Auszahlung der Darlehensvaluta im April 1997 erkennen können, daß
der Kläger betrogen werden sollte. Er war deshalb verpflichtet, den Kläger zu
warnen (vgl. BGH, Urt. v. 22. November 1977 - VI ZR 176/76, WM 1978, 190,
191; Urt. v. 17. Februar 1986 - II ZR 238/84, WM 1986, 583, 584; Ganter, in
Zugehör/Ganter/Hertel, Handbuch der Notarhaftung Rn. 1283 ff). Die Verfah-
rensrü-
gen des Beklagten hat der Senat geprüft und nicht für durchgreifend erachtet
(§ 565a ZPO a.F.).
Fischer
Raebel
Vill
Cierniak
Lohmann