BGH Beschluss vom 06.07.2006 – IX ZR 161/05
IX. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom
6. Juli 2006
in dem Rechtsstreit
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter
Dr. Fischer, die Richter Dr. Ganter, Raebel, Cierniak und die Richterin Lohmann
am 6. Juli 2006
beschlossen:
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 1. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg vom 26. August 2005 wird auf Kosten der Klägerin zu- rückgewiesen.
Der Wert des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde wird auf 175.976,30 Euro festgesetzt.
Gründe
Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung, und weder die Fortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfordert eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 ZPO). Bei ei- nem eingeschränkten Mandat bestehen Warnpflichten nur hinsichtlich solcher Gefahren, die dem Anwalt bekannt oder für ihn offenkundig sind (z.B. BGH, Urt. v. 13. März 1997 - IX ZR 81/96, NJW 1997, 2168, 2169). Kann der Anwalt da- von ausgehen, der Mandant werde anderweitig beraten, beschränken sich sei- ne Pflichten auf das ihm erteilte Mandat (BGH, Urt. v. 21. Juli 2005 - IX ZR 6/02, WM 2005, 1904).
Diese Grundsätze hat das angefochtene Urteil beachtet. Von einer weite-
ren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.
Fischer
Ganter
Raebel
Cierniak
Lohmann
Vorinstanzen: LG Hamburg, Entscheidung vom 28.10.2004 - 323 O 270/00 - OLG Hamburg, Entscheidung vom 26.08.2005 - 1 U 203/04 -