Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 22.02.2007 – IX ZR 4/04

IX. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

22. Februar 2007

in dem Rechtsstreit

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter

Dr. Gero Fischer und die Richter Dr. Ganter, Raebel, Dr. Kayser und Dr. Detlev

Fischer

am 22. Februar 2007

beschlossen:

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem

Urteil des 9. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Nürnberg vom

9. Dezember 2003 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

Der Gegenstandswert für das Beschwerdeverfahren wird auf

59.526,58 € festgesetzt.

Gründe

1

Die Nichtzulassungsbeschwerde ist statthaft (§ 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO)

und zulässig (§ 544 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 ZPO). Sie hat jedoch keinen Erfolg.

Weder hat die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung noch erfordert die Fort-

bildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine

Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 ZPO).

2

Die von der Nichtzulassungsbeschwerde für rechtsgrundsätzlich ange-

sehenen Fragen sind nicht entscheidungserheblich. Wie der Beklagte in seiner

Beschwerdeerwiderung im Ergebnis zu Recht ausgeführt hat, ist hier der Scha-

den bereits durch Abschluss des Vergleiches am 1. Juni 1987 eingetreten. Die

im Vergleich übernommene Freistellungsverpflichtung war für den Kläger un-

günstig und entsprach zudem nicht seinen Vorstellungen. Schließt der Anwalt in

Vertretung seines Mandanten einen ungünstigen Vergleich, so tritt der Schaden

bereits mit dem wirksamen Zustandekommen des Vergleiches ein (vgl. BGH,

Beschl. v. 19. November 1992 - IX ZR 221/91 n.v.; Zugehör in Fischer/

Zugehör/Sieg/Schlee, Handbuch der Anwaltshaftung 2. Aufl. Rn. 1345).

3

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2

Halbs. 2 ZPO abgesehen.

Dr. Gero Fischer

Dr. Ganter

Raebel

Dr. Kayser

Dr. Detlev Fischer

Vorinstanzen:

LG Ansbach, Entscheidung vom 04.06.2003 - 2 O 535/02 -

OLG Nürnberg, Entscheidung vom 09.12.2003 - 9 U 2281/03 -