Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 25.04.2007 – IV ZR 175/04

IV. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

25. April 2007

in dem Rechtsstreit

Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsit-

zenden Richter Terno, die Richter Seiffert, Wendt, die Richterin

Dr. Kessal-Wulf und den Richter Felsch

am 25. April 2007

beschlossen:

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in

dem Urteil des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Cel-

le vom 24. Juni 2004 wird auf Kosten der Klägerin zurück-

gewiesen.

Streitwert: 39.880,88 € (Rentenrückstände für 10 Monate und laufende Rente gem. § 9 ZPO)

Gründe

1

Die Beschwerde hat keinen Erfolg, weil die Voraussetzungen für

die Zulassung der Revision nach § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO nicht vorlie-

gen. Der geltend gemachte Zulassungsgrund der Divergenz zur Recht-

sprechung des Oberlandesgerichts Nürnberg hat sich durch das Senats-

urteil vom 1. Juni 2005 erledigt (BGHZ 163, 148, 150 f.; das Oberlandes-

gericht Nürnberg hat seine bisherige Rechtsprechung aufgegeben,

VersR 2006, 1627 f.). Das Berufungsgericht hat zutreffend entschieden,

dass die Arglistanfechtung zur Nichtigkeit des Vertrages von Anfang an

führt und § 21 VVG nicht anwendbar ist.

2

Die bei nachträglichem Wegfall eines Zulassungsgrundes vorzu-

nehmende volle Überprüfung des Berufungsurteils hat auch im Übrigen

keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Klägerin ergeben. Da die beab-

sichtigte Revision keine Aussicht auf Erfolg hat, ist die Beschwerde zu-

rückzuweisen (vgl. Senatsbeschluss vom 27. Oktober 2004 - IV ZR

386/02 - NJW-RR 2005, 438 m.w.N.).

3

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2

Halbs. 2 ZPO abgesehen.

Terno Seiffert Wendt

Dr. Kessal-Wulf Felsch

Vorinstanzen:

LG Lüneburg, Entscheidung vom 17.10.2003 - 8 O 150/03 -

OLG Celle, Entscheidung vom 24.06.2004 - 8 U 178/03 -