BGH Urteil vom 26.11.2009 – III ZR 16/06
III. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
III ZR 16/06
BESCHLUSS
vom
26. November 2009
in dem Rechtsstreit
Kläger und Revisionskläger,
- Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwälte -
gegen
Beklagter und Revisionsbeklagter,
- Prozessbevollmächtigte II. Instanz: Rechtsanwälte -
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. November 2009 durch
den Vizepräsidenten Schlick und die Richter Dörr, Dr. Herrmann, Hucke und
Tombrink
beschlossen:
Die Gegenvorstellung des Klägers vom 13. Oktober 2009 gegen
den Senatsbeschluss vom 23. September 2009 wird zurückgewie-
sen.
Gründe
Der Kläger meint weiterhin zu Unrecht, aus Art. 46 MRK folge der An-
spruch, dem Beklagten in dem abgeschlossenen Verfahren III ZR 16/06 die au-
ßergerichtlichen Kosten des Revisionsrechtszugs aufzuerlegen. Dies gilt unab-
hängig von der Frage, ob Art. 46 MRK anzuwenden ist, obgleich ein Urteil des
Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht ergangen ist, wie es der
Wortlaut dieser Bestimmung voraussetzt.
Entscheidungen des Gerichtshofs sind in den betroffenen Teilrechtsbe-
reich der nationalen Rechtsordnung einzupassen (BVerfG NJW 2004, 3407,
3411; siehe hierzu auch Meyer-Ladewig, Europäische Menschenrechtskonven-
tion, 2. Aufl., Art. 46 Rn. 29c). Der vom Kläger begehrte Ausspruch würde eine
Änderung der Kostengrundentscheidung des Senatsbeschlusses vom 30. No-
vember 2006 bedeuten, durch den seine Revision gemäß § 552a ZPO zurück-
gewiesen wurde. Der Senat ist entsprechend § 318 ZPO jedoch zu einer Ände-
rung dieser Entscheidung nicht befugt (vgl. BGH, Urteil vom 23. November
2006 - IX ZR 141/04 - NJW-RR 2007, 767 Rn. 9; Zöller/Vollkommer, ZPO,
28. Aufl., § 318 Rn. 9 jeweils zu § 522 ZPO, dem § 552a ZPO für die Revisions-
instanz entspricht).
Der Kläger kann mit der Bescheidung weiterer Eingaben in dieser Ange-
legenheit nicht mehr rechnen.
Schlick
Dörr
Herrmann
Hucke
Tombrink
Vorinstanzen:
LG München I, Entscheidung vom 23.01.2002 - 9 O 20233/98 -
OLG München, Entscheidung vom 17.03.2005 - 1 U 2218/02 -