Rechtsprechung / BPatG / 2004
BPatG Beschluss vom 09.02.2004 – 25 W (pat) 175/03
25. Senat
BUNDESPATENTGERICHT
25 W (pat) 175/03 _______________________
(Aktenzeichen)
…
B E S C H L U S S
In der Beschwerdesache 10.99
betreffend die Marke 729 750 IR
hat der 25. Senat (Marken-Beschwerdes enat) des Bundespatent gerichts in der
Sitzung vom 9. Februar 2004 unter Mitwir kung des Vorsitzenden Richters Kliems
sowie der Richterinnen Sredl und Bayer
beschlossen:
Die Rückzahlung der Beschwerdegebühr wird angeordnet.
G r ü n d e
I.
Die Markenstelle für Klasse 42 des D eutschen Patent- und Markenamts hat mit
Beschluss vom 23. Mai 2003 durch eine Prüferin des höheren Dienstes den Widerspruch aus der Marke Nr 1061256 mit der Begrün dung zurückgewiesen, dass
die angegriffenen IR- Marke, die in kla nglicher Hinsicht durch den Wortbestandteil
"Aktis" geprägt werde, sich hinreichend von der älteren Marke, die aus dem Wort
"ATOS" bestehe, unterscheide.
Hiergegen richtet sich die Beschwerde der Widersprechenden, die geltend macht,
dass die Markenstelle offensichtlich v on falschen Voraussetzungen ausgegangen
sei, da die Widerspruchsmarke nicht "Atos" sondern "Actis" laute.
Sie beantragt,
die Beschwerdegebühr zurückzuzahlen.
Die Inhaberin der angegriffenen IR-Marke hat mit Eingabe vom 29. Januar 2004
auf den Schutz der Marke in Deutschland verzichtet.
Wegen der Einzelheiten wird auf den Inhalt der Akten Bezug genommen.
II.
Nachdem die Inhaberin der angegriffenen IR-Marke auf den Schutz der Marke in
Deutschland verzichtet hat, ist lediglich noch über den Antrag der Beschwer deführerin zu entscheiden, die Beschwerdegebühr zurückzuzahlen.
Die Rückzahlung der Beschwerdegebühr beruht auf § 71 Abs 3 MarkenG.
Eine Rückzahlung kommt in den Fällen in Betracht, in denen es auf Grund der
besonderen Umstände unbilig wäre, die Beschwerdegebühr einzubehalten (vgl
Ströbele/Hacker, MarkenG, 7. Aufl, § 71 Rdn 59).
Ein solcher Fall liegt hier vor, da die Markenstelle den Widerspruch aus der Marke
1061256 lediglich deshalb zurückgewiesen hatte, weil s ie der Prüfung der Verwechslungsgefahr ein falsches Zeichen, nämlich einen Namensbestandteil der
Widersprechenden statt der Widerspruchsmarke, zu Grunde gelegt hatte und dies
zu einer falschen Beurteilung der Ähnlichkeit der Zeichen führte.
Kliems
Sredl
Bayer
Ju