Gesetze / Landesrecht Brandenburg / Gesetz zur Regelung der Prüfung der Wahlfachgruppen der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam

ID211726

§ 1

(1) Studierende der Rechtswissenschaft an der Universität

Potsdam, die das Studium vor dem 1. Juli 2003 aufgenommen und sich in der Zeit

vom 1. Januar 2005 bis zum 1. Juli 2006 zur ersten juristischen

Staatsprüfung gemeldet haben, können in den Wahlfachgruppen ihre

erste juristische Staatsprüfung anstelle der in § 5 Abs. 3 des

Brandenburgischen Juristenausbildungsgesetzes vom 24. Dezember 1992 (GVBl. I S.

578), das durch Artikel 4 des Gesetzes vom 21. Dezember 1998 (GVBl. I S. 234,

242) geändert worden und aufgrund von Artikel 4 des Gesetzes vom 4. Juni

2003 (GVBl. I S. 166, 172) außer Kraft getreten ist, geregelten

Wahlfachgruppen in einer der nachfolgenden Wahlfachgruppen ablegen:

Rechts- und Verfassungsgeschichte, Rechtsphilosophie und Grundzüge

der Rechtstheorie,

Zivilrechtspflege,

Medienwirtschaftsrecht,

Arbeits- und Gesellschaftsrecht,

Internationales Privatrecht und Rechtsvereinheitlichung mit dem

Schwerpunkt Handels- und Wirtschaftsrecht,

Wirtschaftsstrafrecht,

Staat und Verwaltung,

Öffentliches Wirtschaftsrecht,

Friedensvölkerrecht, internationale Organisationen, Menschenrechte.

(2) Zu den Wahlfachgruppen nach Absatz 1 Nr. 2 bis 9

gehören die jeweils sachlich zuzuordnenden Pflichtfächer; zu den

Wahlfachgruppen nach Absatz 1 Nr. 1 bis 9 gehören folgende weitere

Rechtsgebiete:

in der Wahlfachgruppe 1 (Rechts- und Verfassungsgeschichte,

Rechtsphilosophie und Grundzüge der Rechtstheorie):

Deutsche und europäische Rechtsgeschichte, Verfassungsgeschichte,

Rechtsphilosophie sowie Grundzüge der Rechtstheorie und der Methodenlehre;

in der Wahlfachgruppe 2 (Zivilrechtspflege):

Internationales Privat- und Verfahrensrecht, insbesondere europäisches und

internationales Zivilverfahrensrecht sowie internationales Familien- und

Erbrecht, Familienrecht und Familienverfahrensrecht, Erbrecht und

Nachlassverfahren, Insolvenzrecht, Freiwillige Gerichtsbarkeit,

Schiedsgerichtsbarkeit;

in der Wahlfachgruppe 3 (Medienwirtschaftsrecht):

Zivilrechtliche Grundlagen des Medienwirtschaftsrechts und Grundzüge des

öffentlichen Medienrechts, jeweils einschließlich der wettbewerbs-

und kartellrechtlichen Grundlagen, Urheberrecht und Leistungsschutzrecht, Recht

der privaten und öffentlichen Filmfinanzierung;

in der Wahlfachgruppe 4 (Arbeits- und Gesellschaftsrecht):

Individualarbeitsrecht sowie Koalitions- und Arbeitskampfrecht,

Betriebsverfassungs- und Mitbestimmungsrecht, Recht der Personen- und der

Kapitalgesellschaften, einschließlich des Konzern- und Umwandlungsrechts,

Genossenschaftsrecht, Insolvenzrecht;

in der Wahlfachgruppe 5 (Internationales Privatrecht und

Rechtsvereinheitlichung mit dem Schwerpunkt Handels- und Wirtschaftsrecht):

Internationales Privat- und Verfahrensrecht, insbesondere internationales

Schuld-, Sachen-, Familien-, Erb- und Gesellschaftsrecht, europäisches und

internationales Vertragsrecht unter Einschluss der Schiedsgerichtsbarkeit,

europäisches und internationales Zivilverfahrensrecht,

Wirtschaftsvölkerrecht;

in der Wahlfachgruppe 6 (Wirtschaftsstrafrecht):

Wirtschaftsstrafrecht, Steuerstrafrecht, Umweltstrafrecht, einschließlich

der Kriminologie dieser Deliktsbereiche, Ordnungswidrigkeitenrecht;

in der Wahlfachgruppe 7 (Staat und Verwaltung):

Öffentliches Dienstrecht, Recht der öffentlichen Sachen, Recht der

staatlichen Ersatzleistungen, Wirtschaftsverfassungs- und

Wirtschaftsverwaltungsrecht, Sozialrecht, Umweltrecht unter besonderer

Berücksichtigung des Immissionsschutzrechts;

in der Wahlfachgruppe 8 (Öffentliches Wirtschaftsrecht):

Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrecht, Abgabenrecht,

Umweltrecht unter besonderer Berücksichtigung des Immissionsschutzrechts,

nationales und europäisches Kartellrecht, Wirtschaftsvölkerrecht;

in der Wahlfachgruppe 9 (Friedensvölkerrecht, internationale

Organisationen, Menschenrechte):

Friedensvölkerrecht, Rechte der internationalen Organisationen,

internationaler Menschenrechtsschutz, Wirtschaftsvölkerrecht.

§ 2