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BGH Beschluss vom 25.10.2001 – 1 StR 429/01
1. Strafsenat
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom
25. Oktober 2001
in der Strafsache
gegen
wegen Diebstahls
Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 25. Oktober 2001 gemäß
§ 349 Abs. 2 und 4 StPO beschlossen:
1. Auf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Land-
gerichts Mosbach vom 15. Februar 2001 wird
a) die Urteilsformel dahin ergänzt, daß der Angeklagte im übri-
gen freigesprochen wird und die Staatskasse insoweit die
Kosten des Verfahrens und die notwendigen Auslagen des
Angeklagten trägt;
b) das genannte Urteil im Ausspruch über die Gesamtstrafe
aufgehoben.
Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhand-
lung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmit-
tels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückver-
wiesen.
2. Die weitergehende Revision wird verworfen.
Gründe:
1. Soweit die Anklage dem Angeklagten weitere Taten vorwirft, für die er
nicht verurteilt wurde und für die das Landgericht in den Urteilsgründen zum
Ausdruck gebracht hat, daß er insoweit freizusprechen sei, holt der Senat den
versehentlich unterbliebenen Freispruch nach.
2. Das Landgericht hat den Angeklagten wegen neun Einzeltaten verur-
teilt, in den Urteilsgründen jedoch zehn Einzeltaten festgestellt und hierwegen
zehn Einzelstrafen festgesetzt. Unter diese zehn Einzelstrafen hat es verse-
hentlich auch den Fall II A 7 der Urteilsgründe gerechnet, in dem es den Frei-
spruch des Angeklagten vorgesehen hat. Die insoweit festgesetzte Einzelstrafe
in Höhe von zehn Monaten hat daher zu entfallen. Der Wegfall erfordert die
Aufhebung des Gesamtstrafenausspruchs, da der Senat nicht ausschließen
kann, daß das Landgericht bei sachgerechter Zugrundelegung von neun Ein-
zelstrafen eine niedrigere Gesamtstrafe verhängt hätte. Einer Aufhebung der
zugehörigen, rechtsfehlerfrei getroffenen tatsächlichen Feststellungen bedarf
es nicht; ergänzende Feststellungen sind zulässig.
3. Im übrigen hat die auf Grund der Revisionsrechtfertigung gebotene
Überprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten
ergeben.
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