Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 13.12.2007 – IX ZR 154/07

IX. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

13. Dezember 2007

in dem Rechtsstreit

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter

Dr. Gero Fischer und die Richter Dr. Ganter, Raebel, Dr. Kayser und Dr. Detlev

Fischer

am 13. Dezember 2007

beschlossen:

Der Antrag des Beklagten auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe

für die Durchführung der Revision gegen das Urteil des 7. Zivil-

senats des Thüringer Oberlandesgerichts in Jena vom 8. August

2007 wird zurückgewiesen.

Gründe

1

Die beabsichtigte Rechtsverfolgung hat keine hinreichende Aussicht auf

Erfolg (§ 114 Satz 1 ZPO). Das Berufungsgericht hat in Anwendung der ein-

schlägigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Anfechtbarkeit des von

dem Kläger erworbenen Absonderungsrechts sowohl nach § 134 InsO als auch

nach § 136 InsO verneint. Dabei ist es rechtlich unangreifbar davon ausgegan-

gen, dass der Schuldnerin bei Abschluss des Gesellschaftsvertrages eine je-

denfalls

fahrlässige Verletzung

ihrer Aufklärungspflichten anzulasten

ist,

die für die Beteiligung des Beklagten an der Gesellschaft ursächlich geworden

ist (vgl. BGH, Urt. v. 21. März 2005 - II ZR 149/03, ZIP 2005, 763, 765).

Dr. Gero Fischer

Dr. Ganter

Raebel

Dr. Kayser

Dr. Detlev Fischer

Vorinstanzen:

LG Erfurt, Entscheidung vom 19.10.2006 - 10 O 1392/05 -

OLG Jena, Entscheidung vom 08.08.2007 - 7 U 1002/06 -