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BGH Beschluss vom 08.10.2009 – IX ZR 151/06

IX. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

IX ZR 151/06

BESCHLUSS

vom

8. Oktober 2009

in dem Rechtsstreit

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter

Dr. Ganter, die Richter Raebel und Prof. Dr. Kayser, die Richterin Lohmann und

den Richter Dr. Pape

am 8. Oktober 2009

beschlossen:

Auf die Beschwerde der Beklagten wird die Revision gegen das

Urteil des 2. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Oldenburg vom

18. Juli 2006 zugelassen.

Der Streitwert für das Revisionsverfahren wird auf 41.646,38 €

festgesetzt.

Gründe:

1

Die vom Berufungsgericht herangezogene Rechtsprechung des Senats

(BGH, Urt. v. 11. Juli 1996 - IX ZR 226/94, NJW 1996, 3147, 3149 unter II. 2. c),

nach welcher bei Prüfung der objektiven Gläubigerbenachteiligung durch eine

Grundstücksübertragung abgetretene Eigentümergrundschulden außer Be-

tracht bleiben, bezieht sich nur auf Abtretungen an den Grundstückserwerber.

Es ist von grundsätzlicher Bedeutung, ob diese Regel mit dem Berufungsgericht

auch auf Fälle ausgedehnt werden kann, in denen die Rechte - wie hier - an

dritte Personen abgetreten worden sind.

2

Es wird ferner darauf hingewiesen, dass das Berufungsgericht die Prü-

fung der mittelbaren Gläubigerbenachteiligung auf einen falschen Zeitpunkt be-

zogen hat (vgl. etwa BGH, Urt. v. 23. November 2006 - IX ZR 126/03, ZIP 2007,

588, 589 Rn. 19).

Ganter Raebel Kayser

Lohmann Pape

Vorinstanzen:

LG Oldenburg, Entscheidung vom 28.09.2005 - 5 O 302/02 -

OLG Oldenburg, Entscheidung vom 18.07.2006 - 2 U 113/05 -