Gesetze / Landesrecht Brandenburg / Nationalparkgesetz Unteres Odertal

NatPUOG

Anlage 3

(zu § 4 Abs. 1 NatPUOG)

Der Nationalpark Unteres Odertal bezweckt die Erhaltung und Entwicklung

seines Gesamtgebietes als Europäisches Vogelschutzgebiet in seiner Funktion

als Lebensraum folgender Arten nach Anhang I der Vogelschutz-Richtlinie:

Rohrdommel, Zwergdommel, Weißstorch, Schwarzstorch, Wespenbussard, Schwarzmilan, Rotmilan, Rohrweihe, Seeadler, Schreiadler, Baumfalke, Tüpfelsumpfhuhn, Kleines Sumpfhuhn, Wachtelkönig, Kranich, Zwergseeschwalbe, Trauerseeschwalbe, Uhu, Eisvogel, Mittelspecht, Schwarzspecht, Heidelerche, Blaukehlchen, Seggenrohrsänger, Sperbergrasmücke, Zwergschnäpper, Neuntöter, Kampfläufer und Weißbartseeschwalbe,

als Überwinterungsgebiet folgender Arten nach Anhang I der Vogelschutz-Richtlinie:

Singschwan, Zwergsäger, Kornweihe, Merlin und Sumpfohreule,

als Durchgangs- und Rastgebiet folgender Zugvogelarten nach Anhang I der Vogelschutz-Richtlinie:

Sterntaucher, Prachttaucher, Ohrentaucher, Silberreiher, Zwergschwan, Nonnengans, Zwerggans, Rothalsgans, Moorente, Wiesenweihe, Fischadler, Wanderfalke, Goldregenpfeifer, Odinshühnchen, Pfuhlschnepfe, Kampfläufer, Bruchwasserläufer, Doppelschnepfe, Zwergmöwe, Schwarzkopfmöwe, Flussseeschwalbe, Küstenseeschwalbe, Raubseeschwalbe, Rauhfußkauz, Ziegenmelker, Brachpieper, Ortolan, Singschwan und Zwergsänger,

als Brut-, Durchgangs- und Rastgebiet weiterer seltener Vogelarten wie beispielsweise:

Schwarzhalstaucher, Saatgans, insbesondere Waldsaatgans, Knäkente, Krickente, Gänsesäger, Sperber, Wachtel, Bekassine, Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Rotschenkel, Flussuferläufer, Austernfischer, Braunkehlchen, Drosselrohrsänger, Raubwürger, Karmingimpel, Rothalstaucher, Graureiher, Kormoran, Höckerschwan, Blessgans, Brandgans, Löffelente, Pfeifente, Schnatterente, Stockente, Spießente, Tafelente, Reiherente, Schellente, Blessralle, Zwergschnepfe, Grünschenkel, Dunkler Wasserläufer, Lachmöwe, Sturmmöwe, Weißflügelseeschwalbe, Wiesenpieper, Bergpieper, Sprosser, Wacholderdrossel, Schlagschwirl, Rohrschwirl, Feldschwirl, Schilfrohrsänger und Beutelmeise;

der folgenden prioritären Lebensraumtypen nach Anhang I der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie:

Trockene, kalkreiche Sandrasen,

Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (Festuco-Brometalia) (besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen),

Subpannonische Steppen-Trockenrasen (Festucetalia valesiacae),

Schlucht- und Hangmischwälder (Tilio-Acerion),

Auen-Wälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae),

Pannonische Wälder mit Quercus petraea und Carpinus betulus [Tilio-Carpinetum];

der folgenden sonstigen Lebensraumtypen nach Anhang I der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie:

Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions,

Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion,

Flüsse mit Schlammbänken mit Vegetation des Chenopodion rubri pp und des Bidention pp,

Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe,

Brenndolden-Auenwiesen (Cnidion dubii),

Magere Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis),

Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum),

Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum),

Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald (Cephalanthero-Fagion),

Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum],

Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald (Galio-Carpinetum),

Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen mit Quercus robur,

Hartholzauewälder mit Quercus robur, Ulmus laevis, U. minor, Fraxinus excelsior (Ulmenion minoris);

folgender Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie einschließlich ihrer für Fortpflanzung, Ernährung, Wanderung und Überwinterung wichtigen Lebensräume:

Eremit (prioritäre Art), Großes Mausohr, Teichfledermaus, Mopsfledermaus, Biber, Fischotter, Rotbauchunke, Flussneunauge, Meerneunauge, Rapfen, Bitterling, Weißflossengründling, Schlammpeitzger, Steinbeißer, Goldsteinbeißer, Großer Eichenbock, Hirschkäfer, Grüne Keiljungfer, Großer Feuerfalter, Bauchige Windelschnecke und Schmale Windelschnecke.

§ 22