Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 23.10.2003 – IX ZR 174/02

IX. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

23. Oktober 2003

in dem Rechtsstreit

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter

Dr. Kreft und die Richter Dr. Fischer, Dr. Ganter, Kayser und Vill

am 23. Oktober 2003

beschlossen:

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil

des 28. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 9. Juli

2002 wird auf Kosten des Beklagten zurückgewiesen.

Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens wird auf

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(cid:23)(cid:25)(cid:24)(cid:25)(cid:5)(cid:26)(cid:12)(cid:11)(cid:27)(cid:29)(cid:28)(cid:19)(cid:30)(cid:4)(cid:3)(cid:10)(cid:3)(cid:25)(cid:27)(cid:9)(cid:31) (cid:7)(cid:4)(cid:3)(cid:25)! (cid:1)(cid:4)(cid:3)(cid:10)(cid:23)(cid:25)(cid:24)(cid:6)"#(cid:1)%$(cid:2)(cid:16)(cid:4)(cid:1)&$’(cid:17)(cid:19)(cid:23)(cid:25)(cid:24)((cid:5)(cid:8)(cid:1))(cid:5)

542.355,93

sich auch gegen das Grundurteil des Berufungsgerichts).

Gründe

Die Nichtzulassungsbeschwerde ist zulässig (§ 544 ZPO); sie hat indes-

sen keinen Erfolg. Weder hat die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung

(§ 543 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die

Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisi-

Daß die Vorschrift des § 667 Alt. 1 BGB auch dann eingreift, wenn der

Auftragnehmer das ihm überlassene und bei ihm nicht mehr vorhandene Geld

nicht zu dem vorgesehenen Zweck verwendet hat, ist geklärt (BGH. Urt. v.

4. Oktober 2001 - III ZR 290/00, BGH-Report 2002, 71 m.w.N.; v. 4. November

2002 - II ZR 210/00, BGH-Report 2003, 331, 332; vgl. aber zu § 667 Alt. 2 BGB

Urt. v. 10. Dezember 2002 - X ZR 193/99, NJW 2003, 743, 745).

Die Rechtsfrage, ob der Treuhänder mit dem an ihn abgetretenen An-

spruch eines Gläubigers des Treugebers aufrechnen kann, wenn der Treuhän-

der in einer durch den Treuhandauftrag nicht gedeckten Weise verfügt, hat

ebenfalls keine grundsätzliche Bedeutung. Nach der gefestigten höchstrichter-

lichen Rechtsprechung (RGZ 160, 52, 60; BGHZ 14, 342, 346 f.; BGH, Urt. v.

5. Mai 1960 - VII ZR 77/59, WM 1960, 842, 843; v. 14. Oktober 1971 - VII ZR

47/70, WM 1972, 53, 54) darf der Treuhänder gegen den Anspruch aus § 667

Alt. 1 BGB nicht mit Gegenansprüchen aufrechnen, die nicht in dem Treuhand-

verhältnis wurzeln und mit diesem weder rechtlich noch wirtschaftlich eng zu-

sammenhängen. Etwaige Forderungen der S. gegen den A. haben ihre

Grundlage in einem Werkvertrag und nicht in dem Treuhandvertrag.

Kreft

Fischer

Ganter

Kayser

Vill