BGH Beschlüsse vom 10.12.2004 – IXa ZB 182/04
IXa. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom
10. Dezember 2004
in dem Zwangsversteigerungsverfahren
Der IXa-Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsit-
zenden Richter Dr. Fischer, die Richter Raebel, v. Lienen, die Richterin-
nen Dr. Kessal-Wulf und Roggenbuck
am 10. Dezember 2004
beschlossen:
Der Antrag des Schuldners, die Vollziehbarkeit des Zu-
schlagbeschlusses des Amtsgerichts Dortmund vom
25. Juli 2003 zum Zwecke der Zwangsvollstreckung auf
Räumung und Herausgabe der im Rubrum näher bezeich-
neten Wohnung auszusetzen, wird zurückgewiesen, weil
die Voraussetzungen des § 570 Abs. 3, § 575 Abs. 5 ZPO
nicht ausreichend dargetan sind. Es ist nicht ersichtlich,
daß dem Schuldner durch die Vollziehung größere
Nachteile drohen als der Gläubigerin durch einen Auf-
schub der Vollstreckung, zumal diese unwidersprochen
vorgetragen hat, daß der Schuldner seit Juli 2003 weder
eine Nutzungsentschädigung für die Wohnung entrichtet
noch sich an den allgemeinen Betriebs- und Heizungsko-
sten beteiligt (zu den Voraussetzungen einer einstweiligen
Anordnung vgl. BGH, Beschlüsse vom 6. August 2003
- VIII ZB 77/03 - WuM 2003, 509; vom 21. März 2002
- IX ZB 48/02 - ZIP 2002, 718).
Fischer Raebel v. Lienen
Kessal-Wulf Roggenbuck