Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 03.03.2009 – IX ZA 1/09

IX. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

3. März 2009

in dem Insolvenzverfahren

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter

Dr. Ganter, die Richter Raebel und Prof. Dr. Kayser, die Richterin Lohmann und

den Richter Dr. Pape

am 3. März 2009

beschlossen:

Der Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe für eine

Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 9. Zivilkammer des

Landgerichts Dortmund vom 24. November 2008 wird abgelehnt.

Gründe

2

Die beabsichtigte Rechtsverfolgung hat keine Aussicht auf Erfolg (§ 114

ZPO).

Eine Rechtsbeschwerde wäre nach § 574 Abs. 1 Nr. 2 ZPO unstatthaft,

weil sie von dem Beschwerdegericht nicht zugelassen worden ist. Nach gefes-

tigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs richtet sich der Rechtsmittelzug

nach allgemeinen vollstreckungsrechtlichen Vorschriften, wenn das Insolvenz-

gericht kraft besonderer Zuweisung funktional als Vollstreckungsgericht ent-

scheidet (BGH, Beschl. v. 5. Februar 2004 - IX ZB 97/03, WM 2004, 834, 835;

v. 6. Mai 2004 - IX ZB 104/04, ZIP 2004, 1379, v. 12. Januar 2006 - IX ZB

239/04, WM 2006, 539; v. 6. Juli 2006 - IX ZB 220/04, KTS 2007, 353). Das gilt

auch, wenn das Insolvenzgericht - wie hier - auf Antrag des Treuhänders ge-

mäß § 292 Abs. 1 Satz 3, § 36 Abs. 4 InsO, § 850c Abs. 4 ZPO nach billigem

Ermessen bestimmt, inwieweit eine Person, welcher der Insolvenzschuldner

kraft Gesetzes Unterhalt gewährt, infolge ihres eigenen Einkommens bei der

Berechnung des unpfändbaren Teils des Arbeitseinkommens unberücksichtigt

bleibt (vgl. BGH, Beschl. v. 6. Juli 2006, aaO).

Ganter Raebel Kayser

Lohmann Pape

Vorinstanzen:

AG Dortmund, Entscheidung vom 19.03.2008 - 257 IK 26/06 -

LG Dortmund, Entscheidung vom 24.11.2008 - 9 T 447/08 -