Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 14.09.2009 – V ZB 109/09

V. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

14. September 2009

in dem Zwangsversteigerungsverfahren

Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 14. September 2009 durch

den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Klein und

Dr. Schmidt-Räntsch, die Richterin Dr. Stresemann und den Richter Dr. Czub

beschlossen:

Auf die Rechtsbeschwerde der Gläubigerin wird der Beschluss der

Einzelrichterin des Landgerichts Amberg, 3. Zivilkammer, vom

12. Juni 2009 aufgehoben.

Die Sache wird zur erneuten Entscheidung an das Beschwerdege-

richt zurückverwiesen.

Gerichtskosten für das Rechtsbeschwerdeverfahren werden nicht

erhoben.

Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens beträgt

209,56 €.

Gründe

1

Die Rechtsbeschwerde ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bun-

desgerichtshofs (Beschl. v. 13. März 2003, IX ZB 134/02, NJW 2003, 1254; Se-

nat, Beschl. v. 18. September 2003, V ZB 53/02, NJW 2004, 223) unbeschadet

des Umstands, dass die Einzelrichterin einerseits Grundsatzbedeutung im wei-

testen Sinn (vgl. BGH, Beschl. v. 11. September 2003, XII ZB 188/02,

NJW 2003, 3712) verneint und die Sache nicht gemäß § 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO

dem Beschwerdegericht (Kammer) übertragen, andererseits die Rechtsbe-

schwerde zugelassen hat, statthaft (§ 574 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 3 und 2 ZPO). Die

Zulässigkeitsvoraussetzungen sind auch im Übrigen gegeben.

2

Der Widerspruch führt unter dem Gesichtspunkt der objektiv willkürlichen

Bejahung der Zuständigkeit der Einzelrichterin zur Aufhebung der Entscheidung

und zur Zurückverweisung der Sache an das Beschwerdegericht (Art. 101

Abs. 1 Satz 2 GG).

Krüger

Klein

Schmidt-Räntsch

Stresemann

Czub

Vorinstanzen: AG Amberg, Entscheidung vom 29.04.2009 - 4 K 203/08 - LG Amberg, Entscheidung vom 12.06.2009 - 32 T 475/09 -