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BPatG Beschluss vom 01.07.2025 – 17 W (pat) 19/23
17. Senat · ECLI:DE:BPatG:2025:010725B17Wpat19.23.0
BUNDESPATENTGERICHT
17 W (pat) 19/23 _______________________
(Aktenzeichen)
…
B E S C H L U S S
In der Beschwerdesache
betreffend die Patentanmeldung 10 2014 006 699.1
hat der 17. Senat (Technischer Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts auf
die mündliche Verhandlung vom 1. Juli 2025 unter Mitwirkung des Vorsitzenden
Richters Dipl.-Phys. Dr. Morawek, der Richterin Akintche, des Richters Dipl.-Phys.
Dr. Forkel und des Richters Dipl.-Ing. Hofmeister
beschlossen:
Die Beschwerde wird zurückgewiesen.
ECLI:DE:BPatG:2025:010725B17Wpat19.23.0
Gründe§
I.
Die vorliegende Patentanmeldung wurde am 9. Mai 2014 beim Deutschen Patent-
und Markenamt eingereicht. Die Anmeldung nimmt eine innere Priorität vom 23.
Dezember 2013 in Anspruch. Sie trägt die Bezeichnung
„Verfahren zur Zuordnung von Komponenten einer industriellen Anlage zu einem
Navigationsbaum, Verfahren zur Parametrierung und/oder Inbetriebnahme von
Komponenten einer industriellen Anlage, Zuordnungsvorrichtung und
Parametrierungs- und/oder Inbetriebnahmevorrichtung“.
Die Anmeldung wurde von der Prüfungsstelle für Klasse G06F des Deutschen
Patent- und Markenamtes in der Anhörung am 21. Juni 2023 zurückgewiesen. Zur
Begründung hat die Prüfungsstelle ausgeführt, dass die Lehre des Patentanspruchs
1 nach dem (damaligen) Hauptantrag gemäß § 1 Abs. 3 i. V. m. Abs. 4 PatG dem
Patentschutz nicht zugänglich sei, und die Lehre des jeweiligen Patentanspruchs 1
nach den (damaligen) Hilfsanträgen 1 bis 4 als nicht auf erfinderischer Tätigkeit
beruhend gelte.
Gegen diesen Beschluss ist die Beschwerde der Anmelderin gerichtet.
Die Anmelderin stellt den Antrag,
den Beschluss der Prüfungsstelle für Klasse G06F vom 21. Juni 2023
aufzuheben und ein Patent auf Grundlage folgender Unterlagen zu erteilen:
- Patentansprüche 1 bis 14, eingegangen am 16. Juni 2023
(ursprünglich als 1. Hilfsantrag bezeichnet),
- Beschreibungsseiten 1 bis 17, eingegangen am Anmeldetag 13. Mai
2014 sowie
- 2 Blatt Zeichnungen mit Figuren 1 bis 2, eingegangen am 13. Mai
2014.
Hilfsweise beantragt die Anmelderin, ein Patent auf der Grundlage folgender
Unterlagen zu erteilen:
Hilfsantrag 1a
- Patentansprühe 1 bis 13, eingegangen am 26. Juli 2023,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 1b
- Patentansprüche 1 bis 12, eingegangen am 26. Juli 2023,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 2
- Patentansprüche 1 bis 14, eingegangen am 16. Juni 2023
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 2a
- Patentansprüche 1 bis 13, eingegangen am 26. Juli 2023,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 2b
- Patentansprüche 1 bis 12, eingegangen am 26. Juli 2023,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 3
- Patentansprüche 1 bis 12, eingegangen am 16. Juni 2023,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 3a
- Patentansprüche 1 bis 11, eingegangen am 26. Juli 2023,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 3b
- Patentansprüche 1 bis 11, eingegangen am 26. Juli 2023,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 3c
- Patentansprüche 1 bis 10, eingegangen am 24. Juni 2025,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 4
- Patentansprüche 1 bis 10, eingegangen am 16. Juni 2023,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 4a
- Patentansprüche 1 bis 9, eingegangen am 26. Juli 2023
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Hilfsantrag 4b
- Patentansprüche 1 bis 8, eingegangen am 26. Juli 2023,
-
im Übrigen wie Hauptantrag
Ferner wird die Rückerstattung der Beschwerdegebühr beantragt.
Der Patentanspruch 1 gemäß Hauptantrag – hier mit einer Merkmalsgliederung
durch den Senat versehen – lautet:
M1.1 Verfahren zur Zuordnung von Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) einer
industriellen Anlage (10) zu einem Navigationsbaum (12),
M1.1a wobei der Navigationsbaum (12) Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19,
20, 21, 47) aufweist, die durch gerichtete Links (49) miteinander
verknüpft sind,
M1.1b wobei durch die gerichteten Links (49) eine Ordnungsstruktur definiert
ist, welche zu jedem Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 47)
übergeordnete Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 47) und
untergeordnete Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 47)
auszeichnet,
dadurch gekennzeichnet, dass
M1.2* in einem ersten Schritt ein strukturiertes Anlagenmodell (23) der industriellen
Anlage (10) computergestützt erstellt wird,
M1.2*a
wobei das Anlagenmodell (23) durch automatisches
Auswerten von Antworten auf Sendeaufrufe an die Komponenten (2,
3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) erstellt wird,
M1.2*b
und/oder dass zum Erstellen des Anlagenmodells (23),
vorzugsweise in einer vorgegebenen Reihenfolge, jeweils wenigstens
ein Informationsträger an jeder Komponente (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9)
ausgelesen wird,
wobei die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) der industriellen Anlage (10)
Strukturelementen (25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 42, 43, 44) des
Anlagenmodells (23) zugeordnet werden, und dass
M1.3 in einem zweiten Schritt wenigstens ein Teil (34) des Anlagenmodells (23)
ausgewählt und wenigstens einem Zielteil (36) des Navigationsbaums (12)
zugewiesen wird und dass
M1.4 in einem dritten Schritt computergestützt geprüft wird, ob der zugewiesene,
wenigstens eine ausgewählte Teil (34) des Anlagenmodells (23) zu dem
wenigstens einen Zielteil (36) des Navigationsbaums (12) passt,
M1.4a wobei die Zuweisung automatisch zurückgewiesen wird, wenn ein Ergebnis
der Prüfung negativ ist, und,
M1.4b wenn das Ergebnis der Prüfung positiv ist, in einem vierten Schritt die dem
ausgewählten Teil
(34) des Anlagenmodells
(23) zugeordneten
Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) mit Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19,
20, 21, 47) des Zielteils (36) des Navigationsbaums (12) strukturrichtig
verknüpft werden, um den ausgewählten Teil (34) des Anlagenmodells (23)
in dem wenigstens einen Zielteil (36) des Navigationsbaums (12) abzubilden.
Bezüglich der übrigen Patentansprüche des Hauptantrags wird auf den Akteninhalt
verwiesen.
Patentanspruch 1 gemäß Hilfsantrag 1a:
Er lautet wie der Patentanspruch 1 gemäß Hauptantrag, wobei das Merkmal M1.2*
(betreffend „erster Schritt“) durch Streichung des Merkmals M1.2*b auf folgendes
Merkmal beschränkt ist:
M1.2*-1A
in einem ersten Schritt ein strukturiertes Anlagenmodell (23) der
industriellen Anlage (10) computergestützt erstellt wird,
M1.2*a wobei das Anlagenmodell
(23) durch automatisches
Auswerten von Antworten auf Sendeaufrufe an die Komponenten (2,
3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) erstellt wird,
M1.2*b und/oder dass zum Erstellen des Anlagenmodells (23),
vorzugsweise in einer vorgegebenen Reihenfolge, jeweils wenigstens
ein Informationsträger an jeder Komponente (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9)
ausgelesen wird,
wobei die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) der industriellen Anlage (10)
Strukturelementen (25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 42, 43, 44) des
Anlagenmodells (23) zugeordnet werden, und dass
Patentanspruch 1 gemäß Hilfsantrag 1b:
Er lautet wie der Patentanspruch 1 gemäß Hilfsantrag 1a, wobei der das Merkmal
M1.2*-1A durch weitere - durch Unterstreichung markierte - Merkmale ergänzt ist:
M1.2*-1B
in einem ersten Schritt ein strukturiertes Anlagenmodell (23) der
industriellen
Anlage
(10)
computergestützt
erstellt
wird,
wobei
M1.2*c
die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7. 8, 9) der industriellen
Anlage (10) untereinander vernetzt sind und
M1.2*a
das Anlagenmodell (23) durch automatisches Auswerten
von Antworten auf Sendeaufrufe an die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7,
8, 9) erstellt wird,
M1.2*d
wobei Kopfpakete, also Datenteile im Kopf einer
Antwort, oder Sendeprotokolle der Antworten automatisch
ausgewertet werden, um einen Datenfluss zu ermitteln und aus
dem Datenfluss eine Hierarchie der Komponenten abgeleitet
wird, welche
funktionelle und/oder verschaltungs- oder
verbindungstechnische Abhängigkeiten der Komponenten
untereinander abbildet,
wobei die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) der industriellen Anlage (10)
Strukturelementen (25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 42, 43, 44) des
Anlagenmodells (23) zugeordnet werden, und dass
Patentanspruch 1 gemäß Hilfsantrag 2:
Er lautet wie der der Patentanspruch 1 des Hauptantrags, wobei folgend auf das
Merkmal M1.4b (betreffend vierten Schritt) ein Merkmal M1.5b-2 ergänzt ist:
M1.5b-2
wobei beim oder durch das Verknüpfen der Komponenten (2, 3, 4, 5,
6, 7, 8, 9) mit den Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 47) des
Navigationsbaums (12) eine bidirektionale Steuerverbindung (41) zwischen
der Komponente (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) und dem Knoten (13, 14, 15, 16, 17,
18, 19, 20, 21, 47) eingerichtet wird.
Patentanspruch 1 gemäß den jeweiligen Hilfsanträgen 2a und 2b:
Er basiert auf dem Patentanspruch 1 des Hilfsantrags 2 und enthält anstatt des
Merkmals M1.2* dessen Varianten M1.2*-1A bzw. M1.2*-1B, wie zu den
Hilfsanträgen 1a und 1b beschrieben.
Patentanspruch 1 gemäß Hilfsantrag 3:
Er lautet wie der Patentanspruch 1 des Hilfsantrags 2, wobei das Merkmal M1.5b-2
des Hilfsantrags 2 mit Merkmal M1.5a-3 ergänzt wird. Diese beiden Merkmale
zusammen lauten:
M1.5a-3
wobei zum Verknüpfen der Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) mit den
Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 47) des Navigationsbaums (12)
wenigstens ein Bedien- und/oder Ausgabeelement (38) zu der Komponente
(2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) in den Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 47)
geladen wird und
M1.5b-2
wobei beim oder durch das Verknüpfen der Komponenten (2, 3, 4, 5,
6, 7, 8, 9) mit den Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 47) des
Navigationsbaums (12) eine bidirektionale Steuerverbindung (41) zwischen
der Komponente (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) und dem Knoten (13, 14, 15, 16, 17,
18, 19, 20, 21, 47) eingerichtet wird.
Patentanspruch 1 gemäß den jeweiligen Hilfsanträgen 3a und 3b:
Er basiert auf dem Patentanspruch 1 des Hilfsantrags 3 und enthält anstatt des
Merkmals M1.2* dessen Varianten M1.2*-1A bzw. M1.2*-1B, wie zu den
Hilfsanträgen 1a und 1b beschrieben.
Patentanspruch 1 gemäß Hilfsantrag 3c:
Er basiert auf dem Patentanspruch 1 des Hilfsantrags 3b, wobei das Merkmal
M1.2*-1B durch weitere - durch Unterstreichung markierte - Merkmale ergänzt ist:
M1.2*-3C
in einem ersten Schritt ein strukturiertes Anlagenmodell (23) der
industriellen
Anlage
(10)
computergestützt
erstellt
wird,
wobei
M1.2*c
die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7. 8, 9) der industriellen
Anlage (10) untereinander vernetzt sind,
M1.2*e
wobei an die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9)
Sendeaufrufe gesendet werden, auf welche die Komponenten (2, 3, 4,
5, 6, 7, 8, 9) antworten und
M1.2*a
das Anlagenmodell (23) durch automatisches Auswerten
von Antworten auf Sendeaufrufe an die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7,
8, 9) erstellt wird,
M1.2*d
wobei Kopfpakete, also Datenteile im Kopf einer
Antwort, oder Sendeprotokolle der Antworten automatisch
ausgewertet werden, um einen Datenfluss zu ermitteln und aus
dem Datenfluss eine Hierarchie der Komponenten abgeleitet
wird, welche
funktionelle und/oder verschaltungs- oder
verbindungstechnische Abhängigkeiten der Komponenten
untereinander abbildet,
wobei die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) der industriellen Anlage (10)
Strukturelementen (25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 42, 43, 44) des
Anlagenmodells (23) zugeordnet werden, und dass
Patentanspruch 1 gemäß Hilfsantrag 4:
Er stellt eine Kombination des ursprünglichen Patentanspruchs 7 mit den
ursprünglichen Patentansprüchen 1, 2 und 3 dar und lautet (Ergänzungen
hervorgehoben):
M1.1*-4 Verfahren zur Parametrierung und/oder Inbetriebnahme von Komponenten
(2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) einer industriellen Anlage (10), dadurch gekennzeichnet,
dass Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) einer der industriellen Anlage (10)
zu einem Navigationsbaum (12) zugeordnet werden,
M1.1a bis M1.5b-2 wie Hilfsantrag 3
M1.6a-4
und dass zu wenigstens einem Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20,
21, 47) des Navigationsbaums (12) wenigstens ein Parameterwert und/oder
wenigstens eine Inbetriebnahmeinformation eingegeben oder automatisch
aus einer Datenbank ausgelesen wird
M1.6b-4
und dass der wenigstens eine Parameterwert und/oder die wenigstens
eine Inbetriebnahmeinformation über die bidirektionale Steuerverbindung
(41) an die zugeordnete Komponente (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) automatisch
übermittelt wird.
Patentanspruch 1 gemäß den jeweiligen Hilfsanträgen 4a und 4b:
Er basiert auf dem Patentanspruch 1 des Hilfsantrags 4 und enthält anstatt des
Merkmals M1.2* dessen Varianten M1.2*-1A bzw. M1.2*-1B, wie zu den
Hilfsanträgen 1a und 1b beschrieben.
Die Anmelderin argumentiert in ihrer Beschwerdebegründung zu dem oben
genannten Merkmal M1.2*a, dass die Anlage
zunächst
vollständig
zusammengebaut werde und danach die automatische Konfiguration angestoßen
werde. Dazu sende ein Controller Sendeaufrufe, auf die die Geräte antworteten.
Hierbei werde die Topologie aus den Antworten zu den Sendeaufrufen automatisiert
erstellt, ohne dass zusätzliche Informationen an den einzelnen Feldgeräten
notwendig seien. Im Prüfungsverfahren seien diese Argumente nicht entsprechend
gewürdigt worden.
Im Ladungszusatz vom 9. April 2025 hat der Senat unter anderem darauf
hingewiesen, dass nach seiner vorläufigen Auffassung die Anmeldung an keiner
Stelle offenbare, nach welchen Regeln aus den Antworten Rückschlüsse auf die im
Anlagenmodell abzubildende Struktur gezogen werden sollen, um das strukturierte
Anlagenmodell zu erstellen.
II.
Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingelegt und ist auch sonst zulässig.
Sie hat jedoch keinen Erfolg, weil die mit dem jeweiligen Patentanspruch 1 in der
Fassung des Hauptantrags und der Hilfsanträge 1a bis 4b beanspruchte Erfindung
in der Anmeldung nicht so deutlich und vollständig offenbart ist, dass der Fachmann
sie ausführen kann (§ 34 Abs. 4 PatG).
Die Frage, ob die im Hauptantrag und in den Hilfsanträgen vorgenommenen
Änderungen über den ursprünglichen Inhalt der Anmeldung hinausgehen und ob
die Lehre des jeweiligen Patentanspruchs 1 gemäß Hauptantrag und Hilfsanträgen
vom Patentierungsausschluss erfasst ist oder nicht auf erfinderischer Tätigkeit
beruht, kann daher dahinstehen.
1.
Die Patentanmeldung betrifft die Zuordnung von Komponenten einer
industriellen Anlage zu einem Navigationsbaum und ferner die Parametrierung und
Inbetriebnahme der Anlage (vgl. ursprüngliche Patentansprüche und Abs. [0001]
der Offenlegungsschrift, im Folgenden OS genannt).
Es sei aus dem Stand der Technik bekannt, mithilfe einer Leitwarte die
Komponenten einer industriellen Anlage zu verwalten (OS Abs. [0002]).
2.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Inbetriebnahme und/oder
eine Verwaltung einer industriellen Anlage zu vereinfachen (vgl. OS Abs. [0003]).
3.
Als zuständigen Fachmann sieht der Senat einen Diplom-Ingenieur der
Fachrichtung Elektrotechnik oder einen Diplom-Informatiker an, der über eine
mehrjährige Berufserfahrung
in der Konzeption von
Inbetriebnahme- und
Verwaltungs-Software für Prozessleit-Systeme in industriellen Anlagen verfügt.
Zur Lösung der Aufgabe werden im Wesentlichen die Komponenten einer
industriellen Anlage einem Navigationsbaum zugeordnet (OS Abs. [0005]). Der
Navigationsbaum
ist dann
für eine Anzeige einer
funktionellen und/oder
physikalischen Struktur der Anlage verwendbar, und zudem als Leitwarte mit
Bedienfunktion für die industrielle Anlage einsetzbar (OS Abs. [0021]).
4.
Der Patentanspruch 1 des Hauptantrags bedarf einer Auslegung:
Zur Lösung der oben genannten Aufgabe wird in Patentanspruch 1 folgendes
Verfahren vorgeschlagen:
Das Verfahren dient der Zuordnung von Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) einer
industriellen Anlage (10) zu einem Navigationsbaum (12) (Merkmal M1.1).
Der Navigationsbaum (12) weist Knoten (13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 47) auf,
die durch gerichtete Links (49) miteinander verknüpft sind (Merkmal M1.1a).
Die gerichteten Links (49) definieren hierbei eine Ordnungsstruktur. Die
Ordnungsstruktur zeichnet zu
jedem Knoten übergeordnete Knoten und
untergeordnete Knoten aus (Merkmal M1.1b).
Der im Anspruch mehrfach verwendete Begriff „Zuordnung“ umfasst jedwede
gedankliche, abstrakte Assoziation; sie kann aus der Sicht des Fachmanns
beispielsweise durch Dateneinträge (z.B. Identifier) in Platzhaltern bewerkstelligt
werden.
Der Navigationsbaum (12) hat eine hierarchische Struktur mit Knoten (siehe in
folgender modifizierter Abbildung aus der Fig. 1 der OS, z.B. die senatsseitig
kreismarkierten Knoten 16 und 15, 20, 21) und die knotenverbindenden Links (49).
Navigationsbaum 12 aus Fig. 1 der OS mit senatsseitiger Kreismarkierung
Aus beispielsweise dem dritten Schritt in Patentanspruch 1 (Plausibilitätsprüfung
gemäß Merkmal M1.4) ist ersichtlich, dass die Hierarchie des Navigationsbaums
der Hierarchie der Komponenten in einer technischen Anlage entsprechen soll.
In der OS (Abs. [0042], Abs. [0060] i.V.m. Fig. 2) ist beispielsweise folgende
Entsprechung von Knoten zu Anlagen-Komponenten offenbart:
- Startknoten 16
gesamte Anlage 10 (OS, Abs. [0042]),
- Knoten 15
gemeinsame [Umrichter-] Schnittstelle 2
≙
- Unterknoten 20 und 21
≙
Umrichter 3 und 4 (mit der o.g. gemeinsamen
Schnittstelle 2) (OS Abs. [0060] i.V.m. Fig. 2).
≙
Laut Merkmal M1.2* wird in einem ersten Schritt ein strukturiertes Anlagenmodell
(23) der industriellen Anlage (10) computergestützt erstellt.
Das Anlagenmodell (23) besteht aus Strukturelementen (25, 26, 27, 28, 29, 30, 31,
32, 33, 42, 43, 44). Zur Erstellung des Anlagenmodells werden die Komponenten
der industriellen Anlage (10) den Strukturelementen des Anlagenmodells (23)
zugeordnet.
Zur Erstellung dieses strukturierten Anlagenmodells werden folgende Schritte
ausgeführt (Merkmale M1.2*a und M1.2*b):
Antworten auf Sendeaufrufe an die Komponenten (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) werden
automatisch ausgewertet (Merkmal M1.2*a) und/oder
Informationsträger an jeder Komponente (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9) werden
- vorzugsweise in vorgegebener Reihenfolge - ausgelesen (Merkmal M1.2*b).
Das Merkmal M1.2*a, wonach Antworten auf Sendeaufrufe an die Komponenten
ausgewertet werden, ist lediglich darauf beschränkt, dass Antworten (mithin Daten)
ausgewertet werden, die Eigenschaften aufweisen, wie sie beispielsweise durch
Sendeaufrufe hervorgerufen sein können. Das Senden von Sendeaufrufen und das
Empfangen der entsprechenden Antworten über die mit dem Merkmal M1.2*a in
untrennbarem Zusammenhang offenbarte Vernetzung der Komponenten (vgl. OS
Anspruch 2, Abs. [0008], [0019], [0065]) sind hingegen nicht beansprucht.
Das Auswerten von Antworten dient dem Ziel, das strukturierte Anlagenmodell zu
erstellen. Das Adjektiv „strukturiert“ impliziert eine Hierarchie. Denn aus der
Anmeldung geht hervor, dass das Ziel des Auswertens von Antworten nicht lediglich
darin besteht, einzelne Strukturelemente des Anlagenmodells 23 mit Daten zu
befüllen. Vielmehr soll aus den Antworten eine hierarchische Gliederung oder
sonstige Strukturierung der Anlage (OS Abs. [0008]) und Abhängigkeiten,
Verbindungen und Hierarchieanordnungen der Komponenten der Anlage
untereinander (OS Abs. [0019]) für das Anlagenmodell 23 ermittelt werden.
In Figur 2 ist eine Hierarchie innerhalb von Teilen (34) des Anlagenmodells (23)
gezeigt. Zur Erreichung dieses Ziels offenbart die Anmeldung, dass die
Komponenten vernetzt sind, Sendeaufrufe an die Komponenten versendet werden,
und die sodann empfangenen Antworten, insbesondere die Kopf- oder Fußanteile,
ausgewertet werden (OS, Abs. [0008]). Daraus soll ein Datenfluss der Antworten
abgeleitet werden (OS Abs. [0019]), und dabei sollen aus den Antworten anhand
von Regeln Rückschlüsse auf eine Struktur des Anlagenmodells 23 gezogen
werden (OS Abs. [0065]). Inhaltlich offenbart die Anmeldung hierzu nichts weiter.
Mit Merkmal M1.2*b wird eine Alternative und/oder eine Ergänzung zum Merkmal
M1.2*a beansprucht. In Hinblick auf Abs. [0009] der OS können Daten, die aus
RFID-Tags abgerufen wurden, verwendet werden oder ein Lesen von QR-Tags
durchgeführt werden, die an den Komponenten angebracht sind, und die erhaltenen
Daten werden in die zugehörigen Strukturelemente eingepflegt. Der Anspruch ist
jedoch nicht auf solche Tags beschränkt. Mit dem bloßen Auslesen aus
Informationsträgern ist auch für die menschliche Verstandestätigkeit Schutz
beansprucht.
Gemäß Merkmal M1.3 werden in einem zweiten Schritt Teile (34) (wenigstens ein
Teil) des Anlagenmodells (23) ausgewählt und Zielteilen (36) (wenigstens einem
Zielteil) des Navigationsbaums (12) zugewiesen.
Der Begriff „Teil 34 des Anlagenmodells 23“ ist gemäß Fig. 2 der OS eine Gruppe
von Strukturelementen (z.B. 42, 43, 44) des Anlagenmodells 23. In diesem Beispiel
des Teils 34 des Anlagemodells haben bereits die Strukturelemente 42, 43 und 44
eine Hierarchie (entsprechend der Hierarchie ihrer Komponenten). Beispielsweise
sind folgende Strukturelemente folgenden (oben bereits genannten) Komponenten
zugeordnet:
- Strukturelement 42
gemeinsame [Umrichter-] Schnittstelle 2
- Strukturelemente 43 und 44
≙
Umrichter 3 und 4 (mit der o.g.
gemeinsamen Schnittstelle 2)
≙
Ein Teil des Anlagenmodells kann aber auch nur ein einzelnes Strukturelement des
Anlagenmodells umfassen.
Das beanspruchte Auswählen und Zuordnen kann mit einer Computermaus per
drag&drop erfolgen (OS Abs. [0053] bis [0056]). Beispielsweise wird dem
Baumknoten
das
Strukturelement
(der
Komponente
(=Wechselrichterschnittstelle)) zugewiesen, und den Unterknoten 20 und 21 des
Baumes werden die (Unter-) Strukturelemente 43 und 44 (der Komponenten 3 und
4 (=Wechselrichter)) zugewiesen (OS Abs. [0060] i.V.m. Fig. 2).
Merkmal M1.4 sieht in einem dritten Schritt vor, dass computergestützt geprüft wird,
ob der zugewiesene Teil (34) des Anlagenmodells (23) zu dem Zielteil (36) des
Navigationsbaums (12) passt.
Laut Merkmal M1.4a wird die Zuweisung [des zweiten Schritts] automatisch
zurückgewiesen, wenn ein Ergebnis der Prüfung negativ ist.
Beispielhaft wird hierzu in Abs. [0060] der OS angeführt, dass die Anzahl der
Strukturelemente 42, 43, 44 (sie entsprechen den Daten der Anlagenkomponenten
2, 3 und 4) des Teils 34 des Anlagenmodells 23 zur Anzahl der (Unter-)Knoten (15,
20, 21) des Zielteils des Navigationsbaums (12) passen muss, und dass der
Funktionalitätsumfang der Strukturelemente 42, 43, 44 mit der Bedien- und/oder
Ausgabestruktur der Knoten 15, 20, 21 zusammenpassen muss. Die Zuweisung
gemäß zweitem Schritt wird automatisch zurückgewiesen, wenn das Ergebnis der
Prüfung negativ ist.
In Merkmal M1.4b wird beansprucht, dass in einem vierten Schritt - wenn das
Ergebnis der Prüfung [des dritten Schritts] positiv ist - die dem ausgewählten Teil
(34) des Anlagenmodells (23) zugeordneten [Anlagen-]Komponenten (2, 3, 4, 5, 6,
7, 8, 9) mit Knoten des Zielteils (36) des Navigationsbaums (12) strukturrichtig
verknüpft werden, nämlich um den ausgewählten Teil (34) des Anlagenmodells (23)
in dem wenigstens einen Zielteil (36) des Navigationsbaums (12) abzubilden.
Demnach wird der zweite Schritt (Zuweisung eines Anlagenmodell-Teils zum
Navigationsbaum) durch den vierten Schritt (Verknüpfung der entsprechenden
Komponenten des Anlagenmodell-Teils mit den entsprechenden Knoten des
Navigationsbaums) abgeschlossen, sofern im dritten Schritt (Prüfung der Passung)
die Zuweisung als zulässig befunden wurde.
5.
Die Erfindung des Patentanspruchs 1 gemäß Hauptantrag ist in der
Anmeldung nicht so deutlich und vollständig offenbart, dass der Fachmann sie
ausführen kann (§ 34 Abs. 4 PatG).
Eine für die Ausführbarkeit hinreichende Offenbarung ist nur dann gegeben, wenn
der Fachmann ohne erfinderisches Zutun und ohne unzumutbare Schwierigkeiten
in der Lage ist, die Lehre des Patentanspruchs aufgrund der Gesamtoffenbarung
der Patentschrift in Verbindung mit dem allgemeinen Fachwissen am Anmelde- oder
Prioritätstag praktisch so zu verwirklichen, dass der angestrebte Erfolg erreicht wird
(vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 2014, X ZR 168/12 – Fixationssystem m.w.N.).
Eine für die Ausführbarkeit hinreichende Offenbarung für die Verwirklichung der
Lehre des Patentanspruchs 1 nach Hauptantrag ist bezüglich des Merkmals M1.2*a
nicht gegeben.
So wird mit dem Patentanspruch 1 ein Lösungsschritt beansprucht, wonach das
Anlagenmodell
(23) durch automatisches Auswerten von Antworten auf
Sendeaufrufe an die Komponenten erstellt werden soll (M1.2*a).
Wie in Abschnitt 4 ausgeführt, offenbart die Anmeldung hierzu im Wesentlichen,
dass aus den Antworten anhand von Regeln Rückschlüsse auf die Struktur des
Anlagenmodells 23 gezogen werden. Einen ausführbaren Weg, nach welchen
Regeln aus Antworten Rückschlüsse auf die im Anlagenmodell 23 abzubildende
Struktur gezogen werden sollen, um das strukturierte Anlagenmodell (23) zu
erstellen,
offenbart
die Anmeldung
jedoch
nicht. Ein
erläuterndes
Ausführungsbeispiel mit konkretem Feldbussystem und zugehörigem Protokoll, das
im Zusammenwirken der beanspruchten Elemente ein solches Vorgehen
ermöglicht, oder sonstige konkrete Hinweise hierzu fehlen in der Anmeldung, so
dass ein Offenbarungsmangel vorliegt. Daran vermögen auch die Ausführungen der
Anmelderin nichts zu ändern, wonach abweichend von einem üblichen
Feldbussystem ein Netzwerk von in Reihe geschalteten Komponenten vorstellbar
wäre, in dem eine Komponente nur durch seine Nachbarn hindurch kommunizieren
könnte; denn solch ein Netzwerk ist in der Anmeldung nicht beschrieben.
Für den Fachmann bleibt offen, auf welche Weise aus den Antworten auf
Sendeaufrufe an Komponenten eine Hierarchie der Komponenten bzw. ein
Anlagenmodell gewonnen werden soll.
6.
Die beanspruchte Erfindung gemäß den Hilfsanträgen 1a bis 4b ist ebenfalls
aufgrund fehlender Angaben in der Offenbarung für den Fachmann nicht ausführbar
So beansprucht der jeweilige Patentanspruch 1 nach sämtlichen Hilfsanträgen das
Lösungsmerkmal, wonach das Anlagenmodell (23) durch automatisches Auswerten
von Antworten auf Sendeaufrufe an die Komponenten erstellt werden soll (Merkmal
M1.2*a).
Wie oben in Abschnitt 5 ausgeführt, ist aber gerade dieses Lösungsmerkmal in der
Anmeldung nicht ausführbar offenbart.
Da Merkmal M1.2*a in dem jeweiligen Patentanspruch 1 aller Hilfsanträge
unverändert enthalten ist, ist dieser nicht anders zu beurteilen als Patentanspruch
1 gemäß Hauptantrag.
7.
Mit dem jeweils nicht gewährbaren Patentanspruch 1 nach Hauptantrag und
Hilfsanträgen sind auch die weiteren Patentansprüche der Anträge nicht gewährbar,
da auf diese Patentansprüche kein eigenständiges Patentbegehren gerichtet ist und
über einen Antrag nur einheitlich entschieden werden kann (BGH, Beschluss vom
27. Juni 2007 – X ZB 6/05, GRUR 2007, 862 Rn. 18 – Informationsübermittlungsverfahren II).
8.
Dem Antrag auf Rückzahlung der Beschwerdegebühr ist nicht stattzugeben.
Eine Rückzahlung der Beschwerdegebühr kommt nach § 80 Abs. 3 PatG nur dann
in Betracht, wenn dies der Billigkeit entspricht. Die Billigkeit kann sich u. a. aus der
Sachbehandlung oder sonstigen Umständen ergeben, die eine Einbehaltung der
Gebühr als unbillig erscheinen lässt (vgl. Schulte, PatG, 12. Auflage, § 80 Rn. 122
i. V. m. § 73 Rn. 134, 137 ff). Aus dem konkreten Vorgehen und der Entscheidung
der Prüfungsstelle ergeben sich vorliegend keine Billigkeitsgründe, die die
Rückerstattung der Beschwerdegebühr rechtfertigen würden. Die Prüfungsstelle hat
das geltende Recht nachvollziehbar angewandt, und es sind keine Verfahrensfehler
ersichtlich. Im Prüfungsverfahren sind die entscheidungsrelevanten Gegenstände
mit ihren Merkmalen vollständig beurteilt worden.
Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Beschluss steht den am Beschwerdeverfahren Beteiligten das
Rechtsmittel der Rechtsbeschwerde zu. Da der Senat die Rechtsbeschwerde
nicht zugelassen hat, ist sie nur statthaft, wenn gerügt wird, dass
1.
2.
das beschließende Gericht nicht vorschriftsmäßig besetzt war,
bei dem Beschluss ein Richter mitgewirkt hat, der von der Ausübung
des Richteramtes kraft Gesetzes ausgeschlossen oder wegen
Besorgnis der Befangenheit mit Erfolg abgelehnt war,
3.
einem Beteiligten das rechtliche Gehör versagt war,
4.
ein Beteiligter im Verfahren nicht nach Vorschrift des Gesetzes
vertreten war, sofern er nicht der Führung des Verfahrens
ausdrücklich oder stillschweigend zugestimmt hat,
5.
der Beschluss aufgrund einer mündlichen Verhandlung ergangen ist,
bei der die Vorschriften über die Öffentlichkeit des Verfahrens verletzt
worden sind, oder
6.
der Beschluss nicht mit Gründen versehen ist.
Die Rechtsbeschwerde ist innerhalb eines Monats nach Zustellung des
Beschlusses beim Bundesgerichtshof, Herrenstr. 45 a, 76133 Karlsruhe durch
eine beim Bundesgerichtshof zugelassene Rechtsanwältin oder durch einen
beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt einzulegen.
Dr. Morawek
Dr. Forkel
Akintche
Hofmeister
Vorsitzender Richter
Dr. Morawek kann wegen
krankheitsbedingter Abwesenheit
nicht unterschreiben
Dr. Forkel
Verkündet am
1. Juli 2025
…
Justizamtsinspektorin
als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle