BGH Beschluss vom 27.11.2003 – IX ZR 92/02
IX. Zivilsenat
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom
27. November 2003
in dem Rechtsstreit
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter
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Dr. Kreft und die Richter Dr.
am 27. November 2003
beschlossen:
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil
des 25. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 31. März
2002 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.
Der Streitwert für die Beschwerdeinstanz beträgt 393.605,15
Gründe
Die Sache hat weder grundsätzliche Bedeutung noch erfordert die Fort-
bildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung
eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 ZPO).
1. Die von der Beschwerdebegründung aufgeworfene Frage, welche
Pflichten der Tatrichter bei der Ermittlung des ausländischen Rechts zu be-
achten hat, ist bereits von der höchstrichterlichen Rechtsprechung geklärt (vgl.
BGH, Urt. v. 15. Juni 1994 - VIII ZR 237/93, NJW 1994, 2959, 2960 zur Ladung
des Sachverständigen; v. 23. April 2002 - XI ZR 136/01, WM 2002, 1186, 1187
und v. 23. Juni 2003 - II ZR 305/01, NJW 2003, 2685, 2686 zur Berücksichti-
gung der ausländischen Rechtspraxis, v. 21. Januar 1991 - II ZR 50/90, NJW
) *
1991, 1418, 1419 zur mündlichen Anhörung des Sachverständigen und zur
Pflicht, ein Obergutachten einzuholen). Das Berufungsgericht hat bei der Er-
mittlung des saudi-arabischen Rechts von dem ihm insoweit zustehenden
pflichtgemäßen Ermessen (vgl. BGHZ 118, 151, 163 f und zuletzt BGH, Urt. v.
30. Januar 2001 - XI ZR 357/99, WM 2001, 502, 503) in rechtlich fehlerfreier
Weise Gebrauch gemacht.
2. Die Rüge, daß das Berufungsgericht angebotenen Beweis übergan-
gen habe, vermag schon deshalb nicht zur Zulassung der Revision führen, weil
der Vortrag des Klägers vertretbar für unsubstantiiert und unschlüssig gehalten
werden durfte.
Kreft Ganter Raebel
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