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BGH Beschluss vom 06.11.2008 – IX ZB 256/08

IX. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

6. November 2008

in dem Verbraucherinsolvenzverfahren

Der

IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richter

Prof. Dr. Kayser, Raebel, Prof. Dr. Gehrlein, Dr. Pape und Grupp

am 6. November 2008

beschlossen:

Die Rechtsbeschwerde des Schuldners gegen den Beschluss der

14. Zivilkammer des Landgerichts München I vom 29. Mai 2008

wird als unzulässig verworfen.

Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens werden nicht erhoben.

Gründe

1

Die Rechtsbeschwerde ist unstatthaft. Nach gefestigter Rechtsprechung

des Bundesgerichtshofs richtet sich der Rechtsmittelzug nach den allgemeinen

vollstreckungsrechtlichen Vorschriften, wenn das Insolvenzgericht kraft beson-

derer Zuweisung funktional als Vollstreckungsgericht entscheidet (BGH, Beschl.

v. 5. Februar 2004 - IX ZB 97/03, ZIP 2004, 732; v. 6. Mai 2004 - IX ZB 104/04,

ZIP 2004, 1379; v. 12. Januar 2006 - IX ZB 239/04, ZIP 2006, 340, 341; v.

21. September 2006 - IX ZB 127/05, ZIP 2006, 2008). Die Rechtsbeschwerde

ist daher auch im Rahmen von Anträgen auf Erhöhung der Pfändungsgrenze

nach § 850c ZPO in Verbindung mit § 36 Abs. 1 Satz 2, Abs. 4 Satz 1 InsO nur

auf Zulassung des Beschwerdegerichts nach § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO

eröffnet (BGH, Beschl. v. 21. September 2006 aaO Rn. 4), an der es hier fehlt.

Die Zulassung kann auch nicht nachgeholt werden.

2

Im Hinblick auf die unzutreffende Belehrung über die Statthaftigkeit der

Rechtsbeschwerde durch das Landgericht sind keine Gerichtskosten zu erhe-

Kayser

Raebel

Gehrlein

Pape

Grupp

Vorinstanzen:

AG München, Entscheidung vom 10.04.2008 - 1501 IN 1007/07 -

LG München I, Entscheidung vom 29.05.2008 - 14 T 7585/08 -