Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 05.04.2005 – VIII ZR 390/03

VIII. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

5. April 2005

in dem Rechtsstreit

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. April 2005 durch den

Richter am Bundesgerichtshof Dr. Beyer als Vorsitzenden und die Richter Ball,

Wiechers, Dr. Wolst und Dr. Frellesen

beschlossen:

Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revi-

sion in dem Urteil des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Mün-

chen vom 13. November 2003 wird zurückgewiesen, weil die

Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung hat, noch die Fort-

bildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Recht-

sprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert

(§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die Anforderungen an den Inhalt eines

Protokollurteils, denen das Berufungsurteil in mehrfacher Hinsicht

nicht gerecht wird, sind in der Rechtsprechung des Bundesge-

richtshofs geklärt (Urteil vom 6. Februar 2004 - V ZR 249/03, für

BGHZ 158, 37 vorgesehen, WM 2004, 2131; Urteil vom

10. Februar 2004 - VI ZR 94/03, für BGHZ 158, 60 vorgesehen,

WM 2004, 1941; Urteil vom 28. September 2004 - VI ZR 362/03,

BGH-Report 2005, 190). Das angefochtene Berufungsurteil ist vor

diesen Entscheidungen ergangen. Der Senat geht deshalb davon

aus, daß das Berufungsgericht die ihm hier unterlaufenen Fehler

nicht wiederholen wird. Das Fehlen tatbestandlicher Darstellungen

in einem Berufungsurteil rechtfertigt nach der Rechtsprechung des

Bundesgerichtshofs und der Praxis des Senats für sich genom-

men nicht die Zulassung der Revision (Beschluß vom 26. Juni

2003 - V ZR 441/02, NJW 2003, 3208 unter II; Beschluß vom

12. Februar 2004 - V ZR 125/03, WM 2004, 2223 unter II 1 c aa).

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2,

2. Halbs. ZPO abgesehen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97

Abs. 1 ZPO).

Der Gegenstandswert

für das Beschwerdeverfahren beträgt

32.200,98 €.

Dr. Beyer

Ball

Wiechers

Dr. Wolst

Dr. Frellesen