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BGH Beschluss vom 16.12.2004 – IX ZR 6/04

IX. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

IX ZR 6/04

BESCHLUSS

vom

16. Dezember 2004

in dem Rechtsstreit

Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Fischer, die Richter Raebel, Neškovi(cid:1), Vill und die Richterin Lohmann

am 16. Dezember 2004

beschlossen:

Der Antrag der Klägerin auf Gewährung von Prozeßkostenhilfe für

das Revisionsverfahren wird abgelehnt.

Gründe:

Die Revision hat keine hinreichende Aussicht auf Erfolg, § 114 ZPO.

Dies ist auch bei einer zugelassenen Revision zu prüfen (BGH, Beschl. v.

24. Juni 2003

- VI ZR 130/03, FamRZ 2003, 1378; v. 16. Juli 2003

- IV ZR 73/03, FamRZ 2003, 1552; v. 14. Oktober 2003 - XI ZR 21/03, ZIP

2003, 2295, 2296).

Die beabsichtigte Rechtsverfolgung hat in diesem Sinn allerdings bereits

dann Aussicht auf Erfolg, wenn die Entscheidung in der Hauptsache von einer

schwierigen, bislang ungeklärten Rechtsfrage abhängt (BGH, Beschl. v.

26. Juni 2003 - III ZR 91/03, WM 2003, 2251; v. 31. Juli 2003 - III ZB 7/03,

NJW-RR 2003, 1438; v. 4. August 2004 - XII ZA 6/04, FamRZ 2004, 1633). Die

Prüfung der Erfolgsaussicht darf nicht dazu dienen, die Rechtsverfolgung oder

die Rechtsverteidigung in das Nebenverfahren der Prozeßkostenhilfe zu verla-

gern und dieses an die Stelle des Hauptsacheverfahrens treten zu lassen

(BGH, Beschl. v. 26. Juni 2003 - III ZR 91/03 aaO).

Prozeßkostenhilfe ist außerdem zu bewilligen, wenn die beabsichtigte

Rechtsverfolgung der Fortbildung des Rechts dient (BGH, Beschl. v. 16. Juli

2003 - IV ZR 73/03, FamRZ 2003, 1552) oder die Sicherung einer einheitlichen

Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert, § 543

Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ZPO.

Diese Voraussetzungen liegen hier nicht vor. Entgegen der Auffassung

des Berufungsgerichts ist eine Divergenz nicht gegeben (vgl. BGHZ 120, 387,

396). Die aufgeworfenen Fragen der Prozeßstandschaft im Vollstreckungsver-

fahren sind - auch durch den Senat - bereits eindeutig im Sinne des Beru-

fungsurteils geklärt (vgl. BGH, Urt. v. 19. Oktober 2000 - IX ZR 255/99, NJW

2001, 231).

Fischer

Raebel

Neškovi(cid:1)

Vill Lohmann