Rechtsprechung / BGH

BGH Beschluss vom 18.11.2008 – VIII ZR 73/08

VIII. Zivilsenat

BUNDESGERICHTSHOF

BESCHLUSS

vom

18. November 2008

in dem Rechtsstreit

Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 18. November 2008 durch

den Vorsitzenden Richter Ball, die Richter Wiechers und Dr. Frellesen, die Rich-

terin Dr. Hessel und den Richter Dr. Achilles

beschlossen:

Der Senat beabsichtigt, die Revision durch einstimmigen Be-

schluss nach § 552a ZPO zurückzuweisen.

1

Der vom Berufungsgericht angenommene Grund für die Zulassung der

Gründe

Revision besteht jedenfalls aufgrund der nach Erlass des Berufungsurteils er-

gangenen Senatsrechtsprechung nicht mehr. Der Senat hat die Wirksamkeit

einer Renovierungs- oder Vornahmeklausel bereits mehrfach bejaht, auch wenn

der Mietvertrag daneben eine unwirksame Quotenabgeltungsklausel enthielt

(Senatsurteile vom 18. Oktober 2006 - VIII ZR 52/06, NJW 2006, 3778, vom

26. September 2007 - VIII ZR 143/06, NJW 2007, 3632 und vom 5. März 2008

- VIII ZR 95/07, NJW 2008, 1438). Im Senatsurteil vom 18. Juni 2008 schließ-

lich (VIII ZR 224/07, WuM 2008, 472) hat der Senat ausdrücklich ausgespro-

chen, dass eine unwirksame Quotenabgeltungsklausel nicht zur Unwirksamkeit

der Übertragung der Schönheitsreparaturen führt (aaO, Tz. 14). Daran hält der

Senat fest; einer nochmaligen Entscheidung zu dieser Frage bedarf es nicht.

2

Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg, weil das Berufungsge-

richt die Vornahmeklausel in Übereinstimmung mit der Senatsrechtsprechung

für wirksam gehalten hat. Die Vornahmeklausel ist auch nicht, wie die Revision

meint, deshalb unwirksam, weil die Mietwohnung bei Mietbeginn unrenoviert

war. Der Senat hat bereits mehrfach entschieden, dass Vornahmeklauseln, mit

- wie hier - flexiblen Renovierungsfristen auch bei unrenoviert überlassenen

Wohnungen wirksam sind (Senatsurteile vom 28. April 2004 - VIII ZR 230/03,

NJW 2004, 2087, vom 26. Mai 2004 - VIII ZR 77/03, NJW 2004, 3042, vom

20. Oktober 2004 - VIII ZR 378/03, WuM 2005, 50, und vom 9. März 2005

- VIII ZR 17/04, NJW 2005, 1426). Das Vorbringen der Revision rechtfertigt kei-

ne andere Beurteilung.

3

Die Kläger erhalten Gelegenheit zur Stellungnahme innerhalb von drei

Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.

Ball

Wiechers

Dr. Frellesen

Dr. Hessel

Dr. Achilles

Hinweis: Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.

Vorinstanzen: AG Iserlohn, Entscheidung vom 22.11.2007 - 41 C 145/07 - LG Hagen, Entscheidung vom 11.02.2008 - 10 S 224/07 -